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Nordex Aktie: Konzernergebnis verfünffacht auf 53,6 Millionen

Trotz Umsatz- und Gewinnsprung im ersten Quartal 2026 verliert die Nordex-Aktie an Wert und notiert unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzplus von 10,6 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro
  • EBITDA-Marge steigt auf 8,2 Prozent
  • Aktie fällt unter den 50-Tage-Schnitt
  • Jahresprognose ohne Einschränkungen bestätigt

Starkes Quartal, schwacher Kurs — bei Nordex klaffen operative Realität und Börsenreaktion gerade spürbar auseinander. Während der Windanlagenbauer im ersten Quartal 2026 auf ganzer Linie überzeugte, gerät die Aktie seit Wochen unter Druck.

Operative Stärke, die der Markt gerade ignoriert

Die Quartalszahlen sprechen eine klare Sprache. Nordex steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 10,6 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro. Das EBITDA kletterte auf 130,7 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich auf 8,2 Prozent — nach 5,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Noch deutlicher fiel der Sprung beim Konzernergebnis aus: 53,6 Millionen Euro nach nur 7,9 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Auch die Produktion lief auf Hochtouren. Nordex fertigte im Quartal Turbinenleistung von 1.494 Megawatt — ein Plus von knapp einem Viertel gegenüber dem Vorjahr. Installiert wurden 227 Anlagen in 14 Ländern. Der Auftragsbestand wuchs auf 17,0 Milliarden Euro, nach 13,5 Milliarden Euro zum Vorjahreszeitpunkt. Die Jahresprognose bestätigte der Vorstand ohne Einschränkungen.

Einen kleinen Dämpfer lieferte der freie Cashflow: Minus 98,1 Millionen Euro im Quartal. Das Unternehmen begründet das mit einer Normalisierung des Working Capital — kein strukturelles Signal, aber ein Punkt, den der Markt registriert. Die Netto-Cash-Position lag zum Quartalsende bei 1,518 Milliarden Euro.

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Kurs unter dem 50-Tage-Schnitt

An der Börse zählt gerade ein anderer Takt. Die Aktie schloss zuletzt bei 42,74 Euro — rund 6 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 45,44 Euro und knapp 14 Prozent vom 52-Wochen-Hoch bei 49,42 Euro entfernt. Auf Sicht von 30 Tagen verlor der Titel mehr als zehn Prozent.

Das klingt hart, relativiert sich aber im längeren Blick: Seit Jahresanfang liegt Nordex noch immer rund 42 Prozent im Plus, über zwölf Monate sogar fast 144 Prozent. Wer früh eingestiegen ist, sitzt auf erheblichen Gewinnen — und genau das erklärt den aktuellen Druck. Nach einem derartigen Lauf sind Gewinnmitnahmen keine Überraschung, sondern Routine.

Der RSI von 43 zeigt, dass die Aktie weder überkauft noch überverkauft ist. Technisch befindet sie sich in einer neutralen Konsolidierungszone, die in beide Richtungen offen bleibt. Das nächste konkrete Datum, das neue Impulse liefern könnte, sind die Halbjahreszahlen — bis dahin dürfte die Stimmung maßgeblich davon abhängen, ob der Auftragseingang das hohe Niveau aus dem Vorjahr wieder erreicht.

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