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Nordex Aktie: Keine Erholung

Der Windkraftanlagenbauer meldet volle Auftragsbücher und operative Erfolge, doch Anleger nutzen die hohen Kurse für Gewinnmitnahmen. Analysten bestätigen ihre positive Einschätzung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftragsvolumen von über 260 MW seit Monatsbeginn
  • Kursrückgang trotz positiver Fundamentaldaten
  • Jefferies bestätigt Kaufempfehlung für Nordex
  • Neue Großprojekte in Irland und Deutschland

Bei Nordex herrscht derzeit verkehrte Welt. Der Windkraftanlagenbauer meldet prall gefüllte Auftragsbücher und operative Fortschritte, doch die Anleger ziehen die Reißleine. Statt Applaus für die jüngsten Erfolgsmeldungen gab es zum Wochenausklang rote Vorzeichen. Ist das nur eine kurze Verschnaufpause oder bröckelt die Erfolgsgeschichte, obwohl die Fundamentaldaten eine ganz andere Sprache sprechen?

Klassischer Fall von „Sell on Good News“

Das Marktverhalten am Freitag lässt sich wohl am besten mit dem alten Börsen-Motto „Sell on Good News“ erklären. Obwohl die Nachrichtenlage glänzt, nutzten Marktteilnehmer die hohen Kurse offenbar rigoros für Gewinnmitnahmen. Angesichts einer massiven Rallye – der Kurs hat sich seit Jahresanfang mit einem Plus von fast 120 Prozent mehr als verdoppelt – wirkt der jüngste Rücksetzer auf rund 25,80 Euro zunächst wie eine überfällige Abkühlung. Dennoch überrascht das Timing, da das Unternehmen fast zeitgleich operative Durchbrüche vermeldete.

Auftragsflut wird ignoriert

Wer sich nicht von der kurzfristigen Tageslaune des Marktes anstecken lässt, sieht ein operativ kerngesundes Unternehmen. Nordex lieferte zuletzt eine ganze Serie positiver Nachrichten, die das langfristige Wachstum untermauern, von den Verkäufern aber völlig ausgeblendet wurden:

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  • Großprojekt in Irland: Zusammen mit Partnern realisiert Nordex das 60-MW-Projekt „Drumnahough“ und liefert dafür 12 Turbinen für das Jahr 2027.
  • Heimspiel in Deutschland: Auch im Heimatmarkt läuft der Motor. Allein für den Windpark „Schneifelhöhe“ liefert der Konzern Anlagen mit 77 MW Gesamtleistung. Seit Monatsbeginn summieren sich die Meldungen auf ein Volumen von über 260 MW.
  • Zukunfts-Investition: In Rostock stärkt der Konzern seine technologische Basis mit einem neuen, 4 Millionen Euro teuren Teststand für Netzintegration.

Analysten bleiben bullish

Die Diskrepanz zwischen fallendem Kurs und steigender Auftragslage ruft auch Experten auf den Plan. Das Analysehaus Jefferies bestätigte jüngst die Kaufempfehlung und lässt sich von der aktuellen Marktschwäche nicht beirren. Analyst Martin Comtesse sieht das Kursziel unverändert bei 31,00 Euro. Er verweist explizit auf die solide Auftragsdynamik und die Aussicht auf verbesserte Profitabilität, die der Markt momentan ignoriert.

Nun entscheiden die Charttechniker über den weiteren Weg. Der Rücksetzer nähert sich der kritischen Unterstützungszone bei 25,00 Euro. Solange diese Marke hält, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend ungefährdet. Anleger sollten zum Wochenstart genau beobachten, ob die Bullen diesen Dip als günstige Einstiegschance nutzen.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.