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Nordex Aktie: Ein positiver Kurs!

Nordex überzeugt mit Umsatz- und Gewinnsprung im ersten Quartal 2026. Analysten bewerten die Aktie unterschiedlich, während eine neue Dividendenstrategie ab 2027 geplant ist.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz steigt auf 1,6 Milliarden Euro
  • Konzerngewinn fast versiebenfacht
  • Auftragsbestand erreicht Rekordniveau
  • Erste Ausschüttungsstrategie ab 2027 geplant

Umsatz plus elf Prozent, Gewinn fast versiebenfacht, erstmals eine Ausschüttungsstrategie: Nordex hat das erste Quartal 2026 mit einer Reihe von Meilensteinen abgeschlossen. Was die Zahlen nicht lösen, ist die Frage, wie viel davon der Markt bereits eingepreist hat.

Starker Jahresauftakt

Der Umsatz kletterte im ersten Quartal auf 1,6 Milliarden Euro. Das EBITDA legte um rund 64 Prozent auf 130,7 Millionen Euro zu, die Marge verbesserte sich von 5,5 auf 8,2 Prozent. Unter dem Strich stand ein Konzerngewinn von 53,6 Millionen Euro — nach 7,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megawatt stieg auf 910.000 Euro, ein Plus von 4,6 Prozent. Das Management bestätigte die Jahresprognose: Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro, EBITDA-Marge zwischen 8,0 und 11,0 Prozent — und sieht sich auf Kurs, das obere Ende der Zielspannen zu erreichen.

Auftragsbuch auf Rekordstand

Der Auftragsbestand erreichte Ende März 17,0 Milliarden Euro, nach 13,5 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Der Auftragseingang im Projektgeschäft ging zwar um 14 Prozent auf 1.869 Megawatt zurück — das laufende Buch ist dennoch so groß wie nie.

Die Produktion stieg um 23,5 Prozent auf 1.494 Megawatt. Der freie Cashflow lag bei minus 98,1 Millionen Euro, was das Unternehmen mit der Normalisierung des Working Capitals nach Jahresende 2025 erklärt. Mit einer Netto-Cash-Position von rund 1,5 Milliarden Euro bleibt die Bilanz komfortabel.

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Analysten uneinig, Ausschüttung geplant

Deutsche Bank Research hob das Kursziel auf 59 Euro an und bleibt bei „Buy“. Die Citigroup folgte mit einer Anhebung auf 48 Euro, hält aber an „Neutral“ fest. Bernstein Research und RBC Capital Markets sehen das anders: Bernstein nennt 40 Euro als Ziel, RBC bekräftigte „Underperform“ mit einem Kursziel von 38 Euro. Sechs Kaufempfehlungen stehen derzeit zwei Halte-Einstufungen gegenüber — von Verkaufsempfehlungen ganz zu schweigen.

Das dürfte spannend werden: Auf der Hauptversammlung am 5. Mai in Rostock stellt der Vorstand eine neue Ausschüttungsstrategie vor. Ab 2027 plant Nordex eine jährliche Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro — wahlweise als Dividende oder Aktienrückkauf. Jahrelang schüttete das Unternehmen nichts aus. Ausschüttungsfähige Gewinne im HGB-Einzelabschluss entstehen erst im laufenden Jahr 2026, weshalb für 2026 selbst keine Zahlung vorgesehen ist.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 58 Prozent zugelegt. Ob das gestiegene Preisniveau bei Neuverträgen die Margen langfristig trägt, wird sich spätestens mit den Zahlen zum zweiten Quartal im Sommer zeigen — dem nächsten konkreten Stresstest für die ambitionierte Jahresprognose.

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Diskussion zu Nordex

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.