Jahrelang schüttete Nordex nichts aus — das ändert sich nun. Erstmals in der Unternehmensgeschichte hat der Windturbinenhersteller eine Ausschüttungspolitik eingeführt: Ab 2027 plant das Unternehmen eine jährliche Mindestausschüttung von mindestens 50 Millionen Euro, wahlweise als Dividende oder Aktienrückkauf. Ein Signal, das zeigt, wie weit Nordex sich in den vergangenen Jahren transformiert hat.
Rekordjahr als Fundament
Den Rückenwind für diesen Schritt liefern die Zahlen aus 2025. Der Umsatz kletterte auf 7,55 Milliarden Euro, der operative Gewinn (EBITDA) verdoppelte sich auf 631 Millionen Euro — die Marge stieg von 4,1 auf 8,4 Prozent. Im Schlussquartal erreichte sie sogar 12,1 Prozent. Der Auftragseingang legte um 22,5 Prozent auf über 10.200 Megawatt zu.
Für 2026 peilt das Management einen Konzernumsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an, bei einer EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent. Ambitioniert — aber nach dem Rekordjahr nicht ohne Basis.
Spanien-Auftrag und Analysten-Rückenwind
Kurz vor den Q1-Zahlen meldete Nordex Ende März einen neuen Auftrag aus Spanien: 13 Turbinen des Typs N175/6.X für 80 MW — inklusive 20-jährigem Servicevertrag und einer Option auf weitere 40 MW. Die Installation soll im Frühjahr 2027 beginnen, die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant.
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Zwei Analysehäuser nutzen den Zeitpunkt für ein klares Statement. Die Deutsche Bank bestätigt ihr Kursziel von 58 Euro und bleibt bei „Buy“. Jefferies erhöhte das Kursziel sogar von 50 auf 54 Euro — ebenfalls mit Kaufempfehlung.
Zwei Termine setzen den Rahmen
Am 27. April legt Nordex die Q1-Zahlen vor. Deutsche-Bank-Analyst John Kim rechnet mit der üblichen saisonalen Schwäche zum Jahresauftakt — die Frage ist, ob das starke Orderverhalten aus Deutschland, das zuletzt auffiel, bereits sichtbare Spuren hinterlässt. Fünf Tage später, am 5. Mai, findet die Hauptversammlung statt.
Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 46,18 Euro und wird mit rund dem 25-Fachen der erwarteten 2026er-Gewinne bewertet. Die Q1-Zahlen werden zeigen, ob das Fundament diese Bewertung trägt.
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