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Nordex Aktie: Deutsche Bank hebt Ziel auf 61 Euro

Vor den Quartalszahlen am Mittwoch liegen die Analystenmeinungen zu Nordex weit auseinander. Kauf- und Verkaufsvoten stehen sich gegenüber.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Deutsche Bank hebt Kursziel an
  • RBC bleibt bei Verkaufsvotum
  • Netzausbau als Belastungsfaktor
  • Aktie seit Jahreshoch gefallen

Drei Analysehäuser, drei unterschiedliche Sichtweisen. Vor den Halbjahreszahlen am Mittwoch zerfällt das Bild zu Nordex in Lager. Die einen sehen Kaufkurse, die anderen warnen vor Rückschlägen. Für Anleger bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit.

Kaufempfehlung trifft auf Verkaufsvotum

Die Deutsche Bank bekräftigt ihre Kaufempfehlung und hebt das Kursziel von 59 auf 61 Euro an. Die Analysten erwarten beim Auftragseingang positive Überraschungen. Auch bei Umsatz und operativem Ergebnis sehen sie Nordex über den Erwartungen des Marktes.

RBC schlägt in eine andere Kerbe. Das Kursziel steigt zwar von 35 auf 38 Euro, die Einstufung bleibt aber bei „Underperform“ – einem klaren Verkaufsvotum. Als Belastungsfaktor nennen die Analysten den schleppenden Netzausbau in Deutschland.

Bei der operativen Entwicklung sind sich beide Häuser einig. Mehr ausgelieferte Anlagen dürften die Marge im Vergleich zum Vorquartal verbessern. Nach dem schwachen Jahresauftakt rechnen beide Seiten mit anziehenden Bestellungen.

Für das zweite Halbjahr erwartet RBC eine klare Beschleunigung. Die Erholung der europäischen Industrie setze sich fort, getragen von der Beruhigung im Nahen Osten. Vor allem Rechenzentren, Energieprojekte und die Rückverlagerung von Produktion nach Europa sollen die Ergebnisse ab Juli antreiben.

Aktie korrigiert nach starkem Lauf

Die Nordex-Aktie schloss am Freitag bei 39,98 Euro, ein Minus von 0,65 Prozent zum Vortag. Seit dem Jahreshoch von 51,10 Euro Ende April hat das Papier rund 21,8 Prozent verloren. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 37,07 Euro liegt aktuell knapp 8 Prozent unter dem Kurs und bildet eine wichtige Unterstützung im übergeordneten Aufwärtstrend.

Trotz der Korrektur bleibt die Jahresbilanz stark. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 37,29 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar ein Kursgewinn von 95,6 Prozent zu Buche. Die Marktkapitalisierung liegt bei 9,46 Milliarden Euro.

Dichte Terminwoche mit mehreren Einflussfaktoren

Neben den Nordex-Zahlen am Mittwoch bringt die Woche weitere marktrelevante Termine. Am Montag stehen das deutsche Ifo-Geschäftsklima und die EZB-Geldmenge M3 an. Am Dienstag entscheidet die EZB über die Zinsen, anschließend folgt die Pressekonferenz.

Zusätzlich richtet sich der Blick auf die Eurozone insgesamt. Das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal soll ein moderates Wachstum von 0,2 Prozent zeigen. Parallel wird die vorläufige Inflationsrate für Juli veröffentlicht.

Für die Windbranche kommt am Dienstag ein weiterer Termin hinzu. Der Bundesverband WindEnergie und VDMA Power Systems halten eine Online-Pressekonferenz zum Windenergieausbau an Land ab. Solche Aussagen zur Ausbaugeschwindigkeit könnten die Debatte um Nordex‘ deutsches Kerngeschäft zusätzlich anheizen – gerade weil der Netzausbau für RBC ein zentraler Belastungsfaktor bleibt.

Am Mittwoch zeigt sich, welches Lager näher an der Realität liegt. Bestätigt Nordex die optimistischen Erwartungen der Deutschen Bank bei Auftragseingang und Marge, dürfte das die Aktie stützen. Bleiben die Sorgen um den deutschen Netzausbau im Vordergrund, könnte die Skepsis von RBC neue Nahrung erhalten.

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Diskussion zu Nordex

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.