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Nokia Aktie: Wette auf KI-Wende

Die Investmentbank Morgan Stanley stuft Nokia aufgrund seiner strategischen Neuausrichtung auf KI-Infrastruktur auf 'Overweight' hoch und hebt das Kursziel um über 50 Prozent an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursziel von 4,20 auf 6,50 Euro angehoben
  • Strategischer Fokus auf KI- und Cloud-Infrastruktur
  • Übernahme von Infinera als Schlüssel für Wachstum
  • Nächster Quartalsbericht am 29. Januar 2026

Lange Zeit galt Nokia primär als Ausrüster für klassische Telekommunikationskonzerne – ein Markt, der zuletzt wenig Wachstumsfantasie bot. Doch Morgan Stanley sieht nun einen fundamentalen Wandel: Durch strategische Zukäufe und eine Neuausrichtung auf KI-Infrastruktur könnte der finnische Konzern vor einer Neubewertung stehen. Die Analysten reagierten prompt und setzten die Aktie auf ihre Liste der „Top Picks“ für 2026.

Analysten sehen massives Potenzial

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat ihr Kursziel für Nokia drastisch von 4,20 Euro auf 6,50 Euro angehoben und das Rating auf „Overweight“ gesetzt. Haupttreiber für diesen Optimismus ist der erfolgreiche Schwenk des Unternehmens in Richtung Künstliche Intelligenz und Cloud-Infrastruktur.

Besonders die 2,3 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Infinera, einem Spezialisten für optische Netzwerke, spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Obwohl das Segment für KI und Cloud aktuell erst rund 6 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt, wächst dieser Bereich laut Morgan Stanley konstant um etwa einen Prozentpunkt pro Quartal. Die Analysten gehen davon aus, dass dieses Wachstum das Ertragsprofil des Unternehmens in den kommenden Jahren nachhaltig verändern wird.

Weg vom reinen Telekom-Geschäft

Die strategische Logik hinter der Aufstufung liegt in der sinkenden Abhängigkeit von traditionellen Netzbetreibern. Historisch gesehen kamen fast 100 Prozent der Nokia-Umsätze aus diesem Sektor. Da Telekommunikationsanbieter ihre Kapitalausgaben derzeit jedoch streng disziplinieren, sind die Wachstumsaussichten dort begrenzt.

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Nokia positioniert sich durch die gestärkte Sparte für optische Netzwerke nun als Profiteur des Booms bei Rechenzentren. Der massive Ausbau der Infrastruktur für KI-Anwendungen erfordert genau jene Technologien, die Nokia durch die Infinera-Integration nun verstärkt anbieten kann. Bis 2028 prognostiziert das Unternehmen in diesem Markt ein jährliches Wachstum von 16 Prozent.

Management signalisiert Zuversicht

Parallel zur positiven Analysteneinschätzung zeigen auch interne Vorgänge Vertrauen in den Kurs. Laut aktuellen Pflichtmitteilungen erhielten mehrere Führungskräfte, darunter CFO Marco Wirén, am 14. Januar aktienbasierte Vergütungen. Solche Incentives koppeln die Entlohnung des Managements direkt an den langfristigen Erfolg der Aktie.

Trotz eines Rücksetzers am vergangenen Freitag auf 5,71 Euro verzeichnet das Papier auf 12-Monats-Sicht ein Plus von knapp 32 Prozent. Ob sich die strategische Neuausrichtung bereits in den aktuellen Geschäftszahlen niederschlägt, wird sich am 29. Januar 2026 zeigen. Dann veröffentlicht Nokia seinen nächsten Quartalsbericht und dürfte weitere Einblicke in den Integrationsfortschritt von Infinera geben.

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