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Nokia Aktie: Rückenwind vor Quartalszahlen

Nokia-Aktie gewinnt vor Quartalszahlen durch positive Signale von Konkurrent Ericsson und eigene Expansionspläne. Analysten bleiben vor dem Bericht am 29. Januar 2026 gespalten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursanstieg durch starke Zahlen von Rivalen Ericsson
  • Expansionspläne für Indien und neue Cloud-Verträge
  • Gespaltene Analystenmeinungen vor Quartalsbericht
  • Ergebnis am 29. Januar 2026 entscheidend für Kurs

Wenige Tage vor dem wichtigen Bericht zum vierten Quartal kehrt Zuversicht bei den Anlegern zurück. Getrieben von überraschend starken Ergebnissen der Konkurrenz und neuen Expansionsplänen konnte sich die Nokia-Aktie zum Wochenausklang erholen. Marktbeobachter prüfen nun, ob dieser Anstieg fundiert ist oder ob es sich lediglich um einen kurzfristigen Mitnahmeeffekt im Sektor handelt.

Der Ericsson-Effekt

Der entscheidende Impuls für den jüngsten Kursanstieg kam nicht aus der Nokia-Zentrale selbst, sondern vom schwedischen Erzrivalen Ericsson. Dessen Meldung über eine Gewinnverdopplung und ein neues Aktienrückkaufprogramm sorgte am Freitag für Erleichterung im gesamten Netzwerksektor.

Die Logik der Anleger ist simpel: Wenn Ericsson in einem schwierigen Marktumfeld profitabel wächst, könnte auch Nokia die Talsohle durchschritten haben. Diese Hoffnung trieb den Kurs am Freitag um 2,69 Prozent auf 5,73 Euro nach oben. Es ist ein klassischer Sympathie-Anstieg, der jedoch die Erwartungshaltung für die eigenen Zahlen deutlich erhöht.

Expansion in Indien und neue Verträge

Abseits der Marktpsychologie meldet Nokia konkrete operative Fortschritte. Nach Gesprächen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wurde bekannt, dass der Konzern seine Präsenz in Indien massiv ausbauen will. Geplant ist ein neues „Global Capability Centre“ im Bundesstaat Karnataka, um die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in der Region zu stärken.

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Zusätzlich stützen neue Aufträge die Auftragsbücher vor dem Jahresabschluss. Besonders relevant ist der Deal mit dem belgischen Anbieter Proximus: Hier ersetzt Nokia die bestehende Infrastruktur eines Wettbewerbers durch eigene Cloud-Lösungen. Auch Partnerschaften mit Globe Telecom zur Erweiterung von Netzwerk-APIs zeigen, dass der strategische Fokus auf neue Wachstumsfelder erste Früchte trägt.

Analysten bleiben uneins

Trotz der aktuellen Erholung ist das Bild bei den Experten keineswegs einheitlich. Während Morgan Stanley das Papier aufgrund der Cloud-Strategie hochstufte („Overweight“), rät die Citigroup weiterhin zum Verkauf. Auch andere Analysehäuser warnen vor anhaltendem Kostendruck und einem weltweit schleppenden 5G-Ausbau, der die Margen belasten könnte.

Der kommende Mittwoch, der 29. Januar 2026, wird die Richtung vorgeben. Dann veröffentlicht Nokia die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Analysten erwarten einen Quartalsumsatz von rund 6,95 Milliarden Dollar. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob Nokia ähnlich wie Ericsson positive Überraschungen bei der Profitabilität liefern kann oder ob die skeptischen Stimmen bezüglich der Kostenstruktur recht behalten.

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