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Nokia Aktie: Neue Meilensteine gesetzt

Nokia veröffentlicht am 23. April erstmals Zahlen unter neuer Segmentstruktur. Analysten erwarten Umsatz von 4,53 Mrd. Euro und fokussieren sich auf das Wachstum im KI-Infrastrukturgeschäft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Hoch
  • Erster Bericht unter neuer Segmentgliederung
  • Fokus auf Wachstum durch KI-Infrastruktur
  • Analysten erwarten Umsatz von 4,53 Mrd. Euro

Nokia läuft. Die Aktie notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 9,00 Euro — ein Plus von rund 62 Prozent seit Jahresbeginn. Am Donnerstag folgen die Quartalszahlen. Und die haben es in sich.

Neue Struktur, neues Bild

Am 23. April veröffentlicht Nokia seinen Bericht für das erste Quartal 2026. Es ist der erste Bericht unter einer neuen Segmentstruktur, die seit Januar gilt. Nokia trennt sein Geschäft nun in zwei Bereiche: Network Infrastructure und Mobile Infrastructure.

Das ist mehr als eine buchhalterische Übung. Anleger bekommen erstmals einen sauberen Blick darauf, wie viel Wachstum tatsächlich aus dem KI- und Rechenzentrumsgeschäft kommt — und wo das klassische Mobilfunkgeschäft noch Margenarbeit braucht.

Der Analystenkonsens erwartet für Q1 einen Umsatz von 4,53 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis soll bei rund 250 Millionen Euro liegen, was einer Marge von 5,5 Prozent entspricht.

Das KI-Argument

Der Kern der Investmentthese ist Nokias wachsende Rolle in der KI-Infrastruktur. Im vierten Quartal 2025 wuchs das Segment Network Infrastructure um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Optical Networks legte dabei sogar 17 Prozent zu.

Bank of America-Analyst Oliver Wong stufte die Aktie am 13. April von „Neutral“ auf „Buy“ hoch. Er nannte die 2,3-Milliarden-Dollar-Übernahme von Infinera einen Wendepunkt für das Glasfasergeschäft. Wong erwartet im Optical-Segment ein jährliches Wachstum von 17 Prozent bis 2028. Northland Securities setzte das Kursziel auf 13 Dollar.

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Mittelfristig peilt Nokia selbst ein operatives Ergebnis von 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro für 2026 an. Das kombinierte Optical- und IP-Segment soll bis 2028 jährlich um 10 bis 12 Prozent wachsen.

Gegenwind nicht ausblenden

Nokia selbst dämpfte die Erwartungen für Q1. Das Unternehmen verwies auf eine typische saisonale Schwäche: Historisch sinkt der Umsatz im ersten Quartal um rund 24 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Da Q4 2025 besonders stark lief, erwartet Nokia einen noch etwas stärkeren Rückgang.

Hinzu kommt ein Blick auf den Wettbewerber Ericsson. Dessen Q1-Bericht zeigte steigende Halbleiterkosten durch KI-Nachfrage und einen schwächeren Nordamerika-Umsatz. Das könnte auch Nokia belasten.

Der RSI liegt bei 73 — technisch überkauft. Die Aktie notiert rund 27 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Das Kurspotenzial bis zu den meisten Analystenzielen ist damit bereits weitgehend eingepreist.

Ob Nokia am Donnerstag liefert, entscheidet sich an einer Frage: Spiegeln die neuen Segmentzahlen echten KI-Rückenwind wider — oder hat die Rally der Realität schlicht vorgegriffen?

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