Nokia baut sein Lizenzgeschäft im Tech-Sektor weiter aus. Mit Snap Inc., dem Betreiber von Snapchat, wurde heute ein neues Patentabkommen gemeldet. Im Fokus steht die Frage, wie stark diese Deals das margenstarke IP-Geschäft in den kommenden Quartalen stützen können.
Neuer Lizenzvertrag mit Snap
Am Mittwoch hat Nokia ein Patentlizenzabkommen mit Snap Inc. bekanntgegeben. Bestätigt wurde der Abschluss von Tejas Shah, Chief Licensing Officer der Einheit „New Segments“.
Der Vertrag ist Teil einer breiteren Strategie: Laut Shah verfügt Nokia nun über sieben bilaterale Lizenzvereinbarungen mit Video-Streaming- und Social-Media-Plattformen. Parallel dazu wurde kürzlich ein weiterer Vertrag mit einem nicht genannten Social-Messaging-Anbieter unterzeichnet.
Inhaltlich geht es vor allem um Nokias Technologien in den Bereichen Videokompression und Multimedia. Auch wenn finanzielle Details vertraulich bleiben, unterstreicht das Abkommen, dass Nokia seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit in diesen Bereichen erfolgreich in laufende Lizenzgebühren übersetzt.
Bedeutung der „New Segments“-Sparte
Die Lizenzsparte „New Segments“ ist für Nokia ein zentraler Wachstumstreiber. Ziel ist es, die Abhängigkeit vom klassischen Smartphone-Geschäft zu reduzieren und zusätzliche, langfristige Einnahmequellen zu erschließen.
Dabei stehen vor allem drei Bereiche im Fokus:
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- Video-Streaming & Social Media: Lizenzverträge wie jetzt mit Snap Inc. und weiteren Plattformen
- Automotive & IoT: Vernetzte Geräte und Fahrzeuge als neue IP-Abnehmer
- Multimedia-Technologien: Lizenzierung von Codecs, Kompressions- und Übertragungstechnologien
Parallel verfolgt Nokia seine Durchsetzungsstrategie vor Gericht weiter. Gegen Paramount und Warner Bros laufen juristische Auseinandersetzungen, bei denen das Management sich in einer starken rechtlichen Position sieht. Die Deals mit Plattformen wie Snap zeigen, dass Nokia seine Schutzrechte nicht nur anmeldet, sondern auch aktiv gegenüber großen US-Tech-Unternehmen geltend macht.
Analystenstimmung und Kursbild
Der Lizenzdeal reiht sich in einen insgesamt freundlicheren Jahresstart 2026 ein. Bereits am 7. Januar hatte Kepler Cheuvreux die Aktie auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel auf 6,60 Euro angehoben. Begründung: Erwartete Erholung bei Umsatz und Margen.
Kursseitig spiegelt sich eine gewisse Stabilisierung wider. Die Aktie notiert aktuell bei 5,61 Euro und liegt damit klar über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 4,70 Euro, bleibt aber noch ein gutes Stück unter dem 52‑Wochen-Hoch zurück. Der sehr niedrige RSI von 19,3 signalisiert kurzfristig einen stark überverkauften Zustand.
Blick auf die nächsten Monate
Spannend wird nun, wann sich der Snap-Deal und die weiteren neuen Lizenzen in den Zahlen niederschlagen. Entscheidend ist, ob die Erlöse bereits im ersten Quartal 2026 verbucht werden oder teilweise rückwirkend in die Abschlüsse einfließen.
Ein klarer Fixpunkt ist der anstehende Bericht zu Q4 und zum Gesamtjahr 2025. Dort dürfte Nokia erstmals konkreter ausweisen, wie sich die Smartphone-Verlängerungen aus 2024 und die neuen „New Segments“-Verträge zusammen auf die IP-Erlöse auswirken. Zudem bleibt die laufende Litigation gegen Paramount und Warner Bros in den kommenden Monaten ein wichtiger Katalysator – sowohl mit Blick auf mögliche Vergleichszahlungen als auch auf das Signal an andere große Inhalte- und Plattformanbieter.
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