Startseite » Europa-Märkte » Nokia Aktie: 1 Milliarde Euro Aufträge von KI-Kunden

Nokia Aktie: 1 Milliarde Euro Aufträge von KI-Kunden

Nokias Aktie zeigt nach starkem KI-getriebenem Kursanstieg erste Schwäche. Der Fokus verschiebt sich nun von der Nachfrage zur profitablen Umsetzung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrückgang nach extremer Rallye
  • Optik- und Cloud-Geschäft wächst stark
  • Markt prüft Umsetzung der Aufträge
  • Bewertungsmaßstab wird strenger

Die KI-Fantasie trägt Nokia weiter. Aber nach dem starken Lauf kippt die Debatte: Nicht die Nachfrage ist das Problem, sondern der Preis der Erwartungen. Der Markt prüft jetzt, wie viel Wachstum durch Rechenzentren, optische Netze und Cloud-Infrastruktur bereits im Kurs steckt.

Am Donnerstag schloss die Aktie in Helsinki bei 13,11 Euro. Seit Jahresanfang steht noch immer ein Plus von 135,36 Prozent, über zwölf Monate sind es 177,88 Prozent. Das ist der Kern der neuen Skepsis.

KI-Story bleibt intakt

Operativ liefert Nokia Argumente für die Rallye. Im ersten Quartal stieg der vergleichbare Umsatz währungs- und portfoliobereinigt um 4 Prozent. In der Sparte Network Infrastructure legte der Umsatz um 6 Prozent zu.

Besonders stark lief das Geschäft mit optischen Netzen. Optical Networks wuchs um 20 Prozent, die Umsätze mit KI- und Cloud-Kunden sprangen um 49 Prozent. Dazu kamen Aufträge von KI- und Cloud-Kunden über 1 Milliarde Euro.

Damit hängt die Kursgeschichte nicht nur an einem Schlagwort. Nokia zeigt konkrete Nachfrage in jenen Bereichen, die für KI-Rechenzentren wichtig sind: optische Übertragung, IP-Routing und Netzwerktechnik. Genau dort liegt der Hebel für höhere Umsätze.

Der Vorstand hält am Ziel für den vergleichbaren operativen Gewinn fest. Die Spanne liegt bei 2,0 bis 2,5 Milliarden Euro.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nokia?

Für 2026 erwartet Nokia bei Network Infrastructure ein Umsatzplus von 12 bis 14 Prozent. Bei Optical Networks und IP Networks rechnet der Konzern mit 18 bis 20 Prozent Wachstum.

Bewertung rückt nach vorn

Der Kursrückgang wirkt daher nicht wie ein operativer Rückschlag. Er zeigt eher, dass der Markt nach der steilen Neubewertung strenger wird. Die Aktie liegt nur gut 7 Prozent unter ihrem jüngsten Hoch.

Auch der breite Markt in Helsinki hatte Rückenwind. Der Leitindex stieg erstmals seit Dezember 2000 wieder über die Marke von 14.000 Punkten. Nokia war dabei einer der sichtbarsten Treiber.

Das macht die Lage anspruchsvoller. Früher reichte die Botschaft, dass Nokia vom KI-Ausbau profitiert. Jetzt zählt stärker, ob die Aufträge schnell genug in Umsatz, Marge und Cashflow münden.

Jetzt zählt die Umsetzung

Der nächste Prüfstein liegt in der Sparte Network Infrastructure. Dort muss Nokia zeigen, dass die Nachfrage aus KI- und Cloud-Projekten nicht nur große Bestellungen bringt, sondern auch profitables Wachstum.

Die jüngste Schwäche ist damit vor allem eine Pause nach einer extremen Rallye. Die operative KI-Story bleibt stark, der Bewertungsmaßstab ist aber härter geworden. Genau diese Verschiebung prägt jetzt die Nokia-Aktie.

Anzeige

Nokia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nokia-Analyse vom 29. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Nokia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nokia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nokia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nokia

Nokia Chart