Nintendo-Aktionäre erleben harte Zeiten. Die Aktie des japanischen Spielekonzerns fiel diese Woche auf den tiefsten Stand seit August 2024. Am Dienstag notierte das Papier bei 39,00 Euro – ein Jahresminus von knapp 33 Prozent.
Der Auslöser: eine überraschende Preiserhöhung für die neue Switch 2 und ein enttäuschender Ausblick. Präsident Shuntaro Furukawa bestätigte, dass die Konsole ab September 2026 weltweit teurer wird. In den USA steigt der Preis auf 499,99 Dollar, in Japan um 10.000 Yen auf 59.980 Yen.
Externe Kosten, interne Belastung
Die Preissteigerung trifft Nintendo hart. Der Konzern begründet den Schritt mit explodierenden Chipkosten, die durch den KI-Boom ausgelöst werden. Hinzu kommt ein schwacher Yen und steigende Rohstoff- sowie Transportpreise. Furukawa räumte ein, dass die Preiserhöhung die gestiegenen Herstellungskosten nicht vollständig decken wird. Eine prekäre Lage.
Der Markt reagierte prompt. Nintendos Prognose für das Geschäftsjahr 2027 enttäuschte massiv. Statt der erhofften Dynamik rechnet der Konzern mit 16,5 Millionen verkauften Switch-2-Einheiten – ein deutlicher Rückgang zu den 19,86 Millionen seit dem Launch. Auch die Softwareverkäufe fallen mit 165 Millionen Einheiten elf Prozent niedriger aus als zuletzt.
Konservative Prognose oder verkappte Chance?
Nicht alle Analysten teilen die Skepsis. Beobachter von Morningstar etwa halten die Prognose für zu vorsichtig und sehen eine Unterbewertung. Sie erwarten, dass die tatsächlichen Auslieferungen bei 19 Millionen liegen könnten – vorausgesetzt, die Nachfrage trotzt den höheren Preisen.
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Die eigentliche Stärke Nintendos bleibt das Software-Angebot. Mario Kart World verkaufte sich seit dem Launch 14,7 Millionen Mal – der Bestseller auf der Switch 2. Donkey Kong Bananza folgt mit 4,52 Millionen Einheiten, Pokémon Pokopia erreichte 4 Millionen in nur fünf Wochen.
Um den Preisschock abzufedern, bringt Nintendo im Juni das „Choose Your Game Bundle“ für 499,99 Dollar. Es enthält die Konsole plus einen digitalen Gutschein für einen der drei Top-Titel. Ein cleverer Schachzug vor der großen Preiserhöhung im September.
Die entscheidende Frage: Hält die Software-Pipeline, was das Management verspricht? Weitere Spieleveröffentlichungen für den Rest des Jahres sind angekündigt. Sie sollen den Hardware-Absatz stützen – und damit auch den gebeutelten Aktienkurs.
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