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Nikkei 225: Zurück über 50-Tage-Linie

Der japanische Leitindex setzt seine Erholungsrally fort, angetrieben von starken Halbleiter- und KI-Werten. Der Nikkei 225 überwindet den 50-Tage-Durchschnitt und notiert bei über 67.500 Punkten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nikkei 225 steigt um 1,93 Prozent
  • Halbleiter- und KI-Werte als Treiber
  • Kioxia-Aktie legt um 17 Prozent zu
  • Yen-Schwäche stützt die Kurserholung

Der Tokioter Aktienmarkt zeigt am Mittwoch eine deutliche Gegenbewegung zum vorangegangenen Ausverkauf. Nachdem der Nikkei 225 bereits am Vortag mit einem Plus von über 2.000 Punkten geschlossen hatte, klettert der japanische Leitindex weiter nach oben. Aktuell notiert der Index bei 67.511,12 Punkten, was einem Tagesgewinn von 1,93 % entspricht. Damit rückt das Kursniveau wieder über den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 66.834,42 Punkten, von dem sich der Wert zuletzt deutlich nach unten entfernt hatte.

Halbleiter-Sektor treibt die Aufwärtsbewegung

Maßgeblich für die aktuelle Rally ist das starke Interesse an Technologiewerten. Besonders Titel aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und Halbleiter verzeichneten kräftige Zuwächse. Der Speicherchip-Spezialist Kioxia stieg um 17,18 %, nachdem das Papier zuvor nach einem Einbruch die Handelsbegrenzung erreicht hatte. Auch andere Branchengrößen wie Advantest und die SoftBank Group trugen erheblich zum Indexanstieg bei.

Diese Entwicklung folgt auf eine Phase extremer Volatilität. Allein am vergangenen Freitag und Montag verlor der Nikkei 225 insgesamt mehr als 4.500 Punkte – einer der heftigsten Rücksetzer der jüngeren Börsengeschichte. Marktteilnehmer nutzen nun das niedrigere Kursniveau für Käufe, was Medienberichten zufolge vor allem auf Short-Covering zurückzuführen ist. Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura, ordnete die Bewegung jedoch als eine technische Erholung mit vorerst begrenztem Momentum ein, da Anleger auf weitere fundamentale Impulse warten.

Impulse aus den USA und makroökonomisches Umfeld

Rückenwind kam vor allem von den US-Börsen. Dort sorgten positive Vorgaben der Chip-Werte Nvidia und Micron für Entlastung. Anleger blicken zudem gespannt auf die anstehende Berichtssaison der großen US-Technologiekonzerne. Die Erwartungen sind hoch: Laut Daten der LSEG wird für das zweite Quartal bei Halbleiter-Unternehmen im S&P 500 ein Gewinnwachstum von durchschnittlich 133 % prognostiziert. In Japan standen neben den Technologietiteln auch Werte aus den Sektoren Elektromaschinen und Präzisionsinstrumente auf den Kauflisten.

Flankiert wird das Geschehen von Verschiebungen am Devisenmarkt. Der Yen notiert gegenüber dem US-Dollar bei rund 163, einem Niveau, das zuletzt Mitte der 1980er Jahre erreicht wurde. Gleichzeitig sorgten diplomatische Bemühungen im Nahen Osten für eine leichte Beruhigung bei den Energiepreisen. Laut Berichten von Reuters wird eine mögliche zehntägige Waffenruhe im Iran-Konflikt diskutiert, was die Sorgen vor einer Blockade der Straße von Hormus dämpfte.

Trotz der jüngsten Volatilität bleibt die Bilanz für das laufende Jahr positiv: Seit Jahresbeginn konnte der Nikkei 225 bereits um 34,11 % zulegen. Analysten sehen jedoch bei der Marke von 67.500 Punkten einen ersten technischen Widerstand, den der Index im heutigen Handelsverlauf bereits getestet hat. Im Fokus der Investoren bleiben nun die Quartalszahlen von Alphabet, Tesla und Intel, die richtungsweisend für den weiteren Kursverlauf der globalen Tech-Branche sein dürften.

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Diskussion zu Nikkei 225

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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