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Symbolbild, KI-generiert

Nikkei 225: Chipwerte drehen den Trend

Der Nikkei 225 erholt sich dank starker Halbleiterwerte von den Verlusten der Vortage, während geopolitische Spannungen und steigende Ölpreise den Markt belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nikkei 225 schließt im Plus nach Verlustserie
  • Halbleiteraktien wie Advantest legen kräftig zu
  • Banken und Autobauer bremsen die Erholung
  • Geopolitische Risiken treiben Ölpreise nach oben

Zwei Tage Ausverkauf, sechs Prozent Verlust – und dann dreht der Markt. Der Nikkei 225 eröffnete am Donnerstag zunächst schwächer, drehte im Handelsverlauf aber ins Plus und zeigt, wie schnell sich die Stimmung in Tokio wenden kann, wenn die richtigen Sektoren mitziehen.

Erholung trotz schwacher Vorgaben aus New York

Der Index kletterte um 1,04 Prozent auf 62.071,22 Punkte, nachdem er zuvor bei 61.049,70 ein Tief markiert hatte. Das ist bemerkenswert, denn die Vorzeichen aus den USA waren alles andere als ermutigend. Dort war der Dow Jones am Vorabend um 2,2 Prozent eingebrochen, Nasdaq und S&P 500 hatten trotz zwischenzeitlicher Erholung am Ende deutlich nachgegeben.

Auslöser der Nervosität an den globalen Märkten war ein Angriff des Iran auf US-Stützpunkte in Jordanien, der die Ölpreise nach oben schnellen ließ. West Texas Intermediate verteuerte sich um sieben Prozent auf 84,81 Dollar je Barrel. Hinzu kommt Unsicherheit über den weiteren Zinskurs der US-Notenbank, nachdem sich bei der jüngsten Sitzung drei Mitglieder für eine Erhöhung ausgesprochen hatten.

Halbleiter als Zugpferd, Banken und Autobauer bremsen

Die Gegenbewegung in Tokio kam fast ausschließlich aus einer Ecke: dem Technologiesektor. Advantest schoss um fast 13 Prozent nach oben, Kioxia Holdings legte knapp 11 Prozent zu, und Tokyo Electron gewann rund 5 Prozent. Auch Ibiden, Mitsui Kinzoku, Murata Manufacturing und NEC verzeichneten Sprünge von mehr als 7 Prozent.

Auf der anderen Seite bremsten die Schwergewichte den Index spürbar. SoftBank Group und Fast Retailing gaben leicht nach, während Toyota und Honda jeweils rund 2 Prozent verloren. Im Finanzsektor ging es noch deutlicher abwärts: Mizuho Financial und Mitsubishi UFJ Financial verloren fast 3 Prozent, Nomura Holdings sackte sogar um knapp 6 Prozent ab. Auch Versorger wie Tokyo Electric Power gerieten mit einem Minus von mehr als 5 Prozent unter Druck.

Der Yen notierte im unteren 163er-Bereich zum Dollar und blieb damit ein Belastungsfaktor für importabhängige Branchen. Die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob die Chip-Rally trägt oder ob die geopolitische Unsicherheit rund um den Nahen Osten und die Ölpreisentwicklung erneut die Oberhand gewinnt.

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