Nike treibt den Konzernumbau weiter voran und setzt dabei verstärkt auf Automatisierung in der Logistik. In den USA streicht der Sportartikelkonzern hunderte Stellen in Verteilzentren, während die jüngsten Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen haben. Wie passt dieser Sparkurs zu den soliden Ergebnissen?
Stellenabbau in US-Logistik
Heute notiert die Nike-Aktie im Bereich von rund 63 Dollar, nachdem der Kurs gestern um etwa 2,9 % nachgegeben hatte. Auslöser sind vor allem neue Maßnahmen zur Neuordnung der Logistik in den USA.
Kernpunkte der Anpassungen:
- Abbau von 775 Stellen in Distributionszentren in Tennessee und Mississippi
- Fokus auf stärkere Automatisierung der Lager- und Versandprozesse
- Einbettung in die unter CEO Elliott Hill verfolgte „Win Now“-Turnaround-Strategie
Die Kürzungen sind Teil eines umfassenderen Programms zur Modernisierung der Lieferkette. Ziel ist es laut Branchenberichten, die Effizienz zu steigern und die Profitabilität langfristig zu verbessern. Anders als frühere Runden betrifft diese Maßnahme vor allem operative Logistikfunktionen und weniger die Verwaltungsbereiche.
Bereits im Februar 2024 hatte Nike über 1.600 Stellen abgebaut, damals rund 2 % der Belegschaft. Der aktuelle Schritt unterstreicht den Schwenk hin zu technologiegestützten Abläufen im Bestands- und Lieferkettenmanagement.
Zahlen über den Erwartungen
Operativ steht Nike damit unter Anpassungsdruck, finanziell fiel das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 jedoch besser aus als erwartet.
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Wichtige Kennzahlen:
- Gewinn je Aktie (EPS): 0,53 US-Dollar (Konsens: 0,37 US-Dollar)
- Umsatz: 12,43 Milliarden US-Dollar
- Umsatzentwicklung: +0,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal
- Quartalsdividende: 0,41 US-Dollar je Aktie
Trotz nur leicht steigender Erlöse gelang es dem Unternehmen, die Profitabilität zu verbessern und den Markt klar zu übertreffen. Das stützt die Argumentation des Managements, dass Effizienzprogramme und Fokussierung auf Kernbereiche Wirkung zeigen können.
Analystenhäuser reagieren überwiegend konstruktiv. BTIG Research und die Royal Bank of Canada haben ihre Kaufempfehlungen zuletzt bestätigt. Ein von Marktdaten erfasster Analyst, Robert Drbul, sieht das Kursziel bei 100 US-Dollar und damit deutlich über dem aktuellen Niveau.
Sicherheitsvorwürfe im Hintergrund
Parallel zu den operativen Maßnahmen geht Nike Berichten über mögliche Sicherheitsvorfälle nach. Laut Meldungen von Marktportalen untersucht der Konzern Hinweise auf einen mutmaßlichen Ransomware-Angriff, bei dem bis zu 1,4 Terabyte an Daten betroffen sein sollen.
Bis heute liegen jedoch keine Angaben zu einem bestätigten, wesentlichen Einfluss auf den laufenden Geschäftsbetrieb vor. Die Prüfung der Vorwürfe läuft im Hintergrund weiter und begleitet damit den eingeschlagenen Restrukturierungskurs.
Kerndaten zur Nike-Aktie (heute)
- Kurs: rund 63,11 US-Dollar
- Tagesbewegung gestern: -2,9 %
- Geplante Streichung von 775 Stellen in US-Distributionszentren
- Strategischer Fokus: stärkere Automatisierung, „Win Now“-Plan
- Q2-Gewinn je Aktie: 0,53 US-Dollar (über Konsens von 0,37 US-Dollar)
- Quartalsdividende: 0,41 US-Dollar je Aktie
- Mehrere Institute mit bestätigter Kaufempfehlung, Kursziel-Beispiel: 100 US-Dollar
Der Kurs spiegelt damit aktuell eine Gemengelage aus kurzfristiger Verunsicherung durch den Stellenabbau und laufende Sicherheitsprüfungen einerseits sowie besser als erwarteten Quartalszahlen und unterstützenden Analystenstimmen andererseits wider. Wie stark sich die weiteren Effizienzschritte und der Umgang mit den Sicherheitsvorwürfen konkret in den kommenden Quartalen auf Marge und Bewertung auswirken, werden die nächsten Zahlenwerke zeigen.
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