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Nike Aktie: Turnaround verzögert sich

Nike verfehlt Umsatzerwartungen und prognostiziert weiteren Rückgang. Besonders der chinesische Markt und eine gedrosselte Gewinnmarge belasten die Aktie, die auf ein Zehnjahrestief fiel.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz stagniert, Gewinn je Aktie übertrifft Erwartungen
  • Prognose für Q4: Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent
  • China-Markt mit erwartetem Umsatzminus von 20 Prozent
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn rund 32 Prozent

Der Kursrutsch auf ein Zehnjahrestief Anfang April war ein deutliches Signal: Nikes Erholung läuft langsamer als erhofft. Die jüngsten Quartalszahlen und der enttäuschende Ausblick haben die Zweifel der Anleger weiter vertieft.

Q3-Zahlen: Gemischtes Bild

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Nike einen Umsatz von 11,3 Milliarden Dollar — auf Vorjahresniveau, währungsbereinigt jedoch ein Minus von drei Prozent. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 0,35 Dollar die Analystenerwartungen von 0,29 Dollar. Weniger erfreulich: Der Nettogewinn brach um 35 Prozent auf 0,5 Milliarden Dollar ein, die Bruttomarge sank um 130 Basispunkte auf 40,2 Prozent — belastet vor allem durch höhere Zölle in Nordamerika.

Entscheidend für die Kursreaktion war jedoch der Ausblick auf das vierte Quartal. Das Management prognostiziert einen Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten ein Wachstum von knapp zwei Prozent erwartet — eine erhebliche Diskrepanz.

China bleibt das größte Problem

Besonders alarmierend ist die Lage in Greater China. Für das vierte Quartal erwartet Nike dort einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent — das wäre der sechste Rückgang in Folge in diesem Markt. Lokale Marken gewinnen Anteile, die Konsumstimmung kühlt ab. Im dritten Quartal lag das Minus bereits bei sieben Prozent auf berichteter Basis.

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Analysten verlieren die Geduld

Die Reaktion der Wall Street fiel deutlich aus. Goldman Sachs, JPMorgan und Bank of America stuften die Aktie Anfang April auf „Neutral“ herab. JPMorgan verschob seine Schätzung, wann Nike eine operative Marge von zehn Prozent erreichen könnte, auf das Geschäftsjahr 2029 — ein Jahr später als bisher angenommen.

CEO Elliott Hill räumte ein, dass der Umbau länger dauert als gewünscht. Das Unternehmen verlagert seinen Fokus zurück auf den Großhandel: Im dritten Quartal stiegen die Wholesale-Erlöse um fünf Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar, während das Direktgeschäft um vier Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar schrumpfte und der digitale Kanal neun Prozent einbüßte.

Immerhin: Hill kaufte im Dezember 2025 rund 16.400 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 61,10 Dollar — ein persönliches Bekenntnis zum Unternehmen, das zum aktuellen Kursniveau von rund 36 Euro deutlich unter Wasser liegt. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 32 Prozent verloren und gehört damit zu den schwächsten Werten im S&P 500.

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