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Symbolbild, KI-generiert

Nike Aktie: Strategie unter Druck

Vor den Quartalszahlen kämpft Nike mit sinkenden Gewinnen, schwacher China-Nachfrage und drohenden Zöllen. Analysten senken ihre Erwartungen, während das Management auf Restrukturierung setzt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Gewinn droht sich fast zu halbieren
  • Analysten senken Kursziele
  • Restrukturierung soll Milliarden sparen

Wenige Tage vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen am 31. März wächst der Druck auf den Sportartikelhersteller Nike. Während CEO Elliott Hill mit einem teuren Umbauprogramm und der Rückkehr zum Großhandel gegensteuert, zweifelt die Wall Street zunehmend an der kurzfristigen Profitabilität. Drohende Zölle und eine schwache Erholung in China überschatten die jüngsten Erfolge im Laufschuh-Segment.

Teurer Umbau trifft auf schwache Margen

Der anhaltende Abverkauf drückte den Kurs am Freitag exakt auf das neue 52-Wochen-Tief von 44,64 Euro. Um den Abwärtstrend zu stoppen, setzt das Management auf eine strategische Kehrtwende. Ein zentraler Baustein ist die Wiederbelebung der Großhandelspartnerschaften, die im Vorquartal bereits ein Umsatzplus von acht Prozent auf 7,5 Milliarden US-Dollar verzeichneten. Gleichzeitig soll ein 300 Millionen US-Dollar schweres Restrukturierungsprogramm jährliche Einsparungen von bis zu einer Milliarde US-Dollar bringen.

Trotz dieser Maßnahmen bleiben die kurzfristigen Aussichten trübe. Analysten rechnen für das abgelaufene dritte Quartal mit einem deutlichen Gewinnrückgang auf 0,28 bis 0,29 US-Dollar je Aktie – fast eine Halbierung im Vergleich zum Vorjahr. Verantwortlich dafür sind mehrere Baustellen: Die Marke Converse verzeichnete zuletzt einen Umsatzeinbruch von 30 Prozent, während die allgemeine Nachfrage im wichtigen chinesischen Markt schwächelt. Zusätzlich schüren mögliche neue Zölle die Sorge vor Mehrkosten in Höhe von rund 1,5 Milliarden US-Dollar, was die Bruttomargen weiter belasten dürfte.

Analysten positionieren sich neu

Angesichts dieser Gemengelage passten führende Investmentbanken am Wochenende ihre Einschätzungen an:

  • Evercore ISI: Kurszielsenkung von 77 auf 69 US-Dollar (Einstufung: „Outperform“)
  • Piper Sandler: Bestätigung des Kursziels von 75 US-Dollar (Einstufung: „Overweight“)
  • BTIG: Kursziel von 90 US-Dollar (Einstufung: „Buy“)
  • Rothschild & Co Redburn: Beibehaltung des Kursziels von 50 US-Dollar (Einstufung: „Sell“)

Ein Lichtblick für Investoren bleibt die auf 3,2 Prozent gestiegene Dividendenrendite, die von einigen Marktbeobachtern als mögliche Bodenbildung für die Bewertung interpretiert wird. Am kommenden Dienstag wird das Management beim Earnings Call konkrete Details vorlegen müssen, wie sich Nike im verschärften Wettbewerb mit Rivalen wie Adidas und On Holding behaupten will und ob die Kostensenkungen schnell genug greifen.

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