Nike greift zu einem drastischen Mittel: Bis zu 50 Prozent Rabatt auf große Teile des Sortiments – und obendrauf noch einmal 25 Prozent per Code. Was nach einem Schnäppchen für Kunden klingt, ist für Anleger ein Alarmsignal. Selten hat der Sportartikelhersteller so aggressiv an der Preisschraube gedreht. Doch warum diese Verzweiflung – und was bedeutet das für die Margen?
Die Rabattschlacht zum Black Friday
Der Sportartikelriese hat am Black Friday Weekend eine seiner aggressivsten Preisaktionen der letzten Jahre gestartet. Mit Nachlässen von bis zu 50 Prozent und einem zusätzlichen Code-Rabatt von 25 Prozent versucht das Management, Lagerbestände radikal abzubauen und dringend benötigte Liquidität zu generieren.
Diese Strategie zeigt: Nike setzt auf Volumen statt auf Marge. Während die Umsatzzahlen kurzfristig steigen dürften, warnen Analysten vor den unvermeidlichen Folgen für die Profitabilität. Die Premium-Positionierung der Marke gerät unter Druck, wenn alte Kollektionen zu Schleuderpreisen verramscht werden müssen.
Trump-Zölle bedrohen die Gewinnmargen
Noch schwerer wiegt das makroökonomische Risiko: Ein Großteil der Nike-Produktion liegt in Vietnam und Indonesien – genau dort, wo neue Importzölle der Trump-Regierung massiv zuschlagen könnten. Anders als die selbst gewählten Black-Friday-Rabatte sind Zölle ein externer Schock, der sich nicht steuern lässt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nike?
Die Rechnung ist brutal: Entweder Nike absorbiert die Mehrkosten selbst – was die Margen weiter erodieren lässt – oder gibt sie an ohnehin preissensible Konsumenten weiter. Beides verschärft die Lage im Geschäftsjahr 2025.
Institutionelle Investoren bleiben gespalten
Trotz der Risiken zeigen sich vereinzelt Schnäppchenjäger: Die Korea Investment CORP hat ihre Position im zweiten Quartal um 45,4 Prozent aufgestockt und hält nun über eine Million Aktien. Das Analystenziel von 82,24 Dollar liegt mehr als 25 Prozent über dem aktuellen Kursniveau – ein theoretisches Aufwärtspotenzial, das jedoch stark von der erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierung abhängt.
Am Montag, den 1. Dezember 2025, geht die Aktie ex-Dividende – wer die Ausschüttung kassieren will, muss bis dahin positioniert sein. Allerdings sorgt der jüngste Aktienverkauf von Chairman Mark Parker für Stirnrunzeln: Über 86.000 Papiere trennte er sich im November – ein Signal, das nicht gerade Vertrauen ausstrahlt.
Nike-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nike-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:
Die neusten Nike-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nike-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nike: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
