Der Sportartikel-Riese setzt ein klares Zeichen in der Nachhaltigkeitsdebatte – und bekommt prompt Rückenwind von der Wall Street. Während die Konkurrenz schlittert, könnte Nike gerade den entscheidenden Schritt in die richtige Richtung machen. Doch reicht das, um den Abwärtstrend endgültig zu durchbrechen?
Gigantischer Schachzug in Vietnam
Nikes neuer Partner Syre aus Schweden soll im größten Produktionsstandort des Konzerns eine Recycling-Anlage im „Gigascale“-Format errichten. Ab 2027 will Nike dort recyceltes Polyester in großen Mengen produzieren – ein strategischer Coup, der die gesamte Lieferkette nachhaltiger machen soll. Die ersten Produkte mit dem innovativen Material könnten bereits in wenigen Jahren in den Läden stehen.
Analysten gespalten – Insider kaufen
Wells Fargo zeigte sich beeindruckt und stufte die Aktie von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hoch. Bessere Einblicke in Umsatz- und Margenentwicklung waren der Grund für den Optimismus. Doch die Kreditwächter von Moody’s sehen das anders: Sie senkten am Mittwoch die Bonitätsbewertung und verwiesen auf Kostendruck durch höhere Zölle und den verschärften Wettbewerb.
Während die Analysten streiten, setzt ein Nike-Direktor ein klares Signal: Jorgen Vig Knudstorp kaufte Anfang November Aktien im Wert von über einer Million Dollar.
Konkurrenz in der Krise
Der Zeitpunkt für Nikes Nachhaltigkeitsoffensive könnte kaum besser sein. Ausgerechnet diese Woche beendete Under Armour die 13-jährige Partnerschaft mit Basketball-Superstar Stephen Curry. Diese Entwicklung könnte Nike neue Marktanteile bescheren – genau zur richtigen Zeit.
Alles Augenmerk richtet sich nun auf den Quartalsbericht am 18. Dezember. Wird der Nachhaltigkeits-Boost ausreichen, um den Abwärtstrend zu stoppen?
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