Nach Jahren des Rückgangs hat Nike die Umsätze stabilisiert. Doch die eigentliche Herausforderung steht noch bevor: Kann der Sportartikelkonzern seine Margen wieder aufbauen – trotz schwächelndem China-Geschäft und steigender Zollkosten? Am 31. März legt Nike die Zahlen für das dritte Quartal vor. Anleger werden vor allem auf die Profitabilität schauen.
Stabiler Umsatz, schwindende Margen
Die Umsätze sind nicht mehr rückläufig, die Lagerbestände wirken kontrollierter als vor einem Jahr. Nike hat seine Vertriebsstrategie neu justiert, nachdem der aggressive Fokus auf den Direktvertrieb Teile des Großhandelsnetzes belastet hatte.
Im zweiten Fiskalquartal 2026 stiegen die Erlöse leicht auf 12,4 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Erwartungen. Doch der Gewinn sackte auf 792 Millionen Dollar ab. Verantwortlich dafür: Zölle, Preisnachlässe und ein Umsatzeinbruch von 17 Prozent in Greater China. Die Bruttomarge fiel auf 40,6 Prozent, die operative Marge auf 8,1 Prozent.
Nordamerika zeigte sich deutlich robuster. Dort legte der Umsatz um 9 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar zu, getragen von starker Nachfrage in den Bereichen Running und Lifestyle. Der Großhandel wuchs um 8 Prozent.
China: Das wachsende Problem
Während Nordamerika liefert, verschärft sich die Lage in Greater China. Nach einem Rückgang von 9 Prozent im ersten Fiskalquartal beschleunigte sich der Negativtrend im zweiten Quartal auf minus 17 Prozent. Analysten sehen das Problem nicht nur in konjunkturellen Faktoren, sondern auch in einem Verlust an kultureller Anziehungskraft bei jüngeren Konsumenten.
Nike geht davon aus, dass Zölle und Lagerprobleme in der Region weiterhin auf Umsatz und Margen drücken werden. Die Herausforderung ist komplex: Das Unternehmen muss seine Margen verteidigen, das Produktportfolio neu ausrichten und gleichzeitig in einem schwierigen Markt wieder Fuß fassen.
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Zölle belasten die Kostenstruktur
Zölle haben sich zu einem zentralen Faktor in Nikes Ergebnisrechnung entwickelt. Neue globale Zölle von 15 Prozent erhöhen die Unsicherheit rund um die internationale Lieferkette. Nike reagiert darauf mit einer Verlagerung der Produktion weg von China und hat in Japan ein Abkommen zum Bezug erneuerbarer Energie abgeschlossen.
Zwischen den Fiskaljahren 2023 und 2025 sank die Bruttomarge von 43,5 auf 42,7 Prozent. Der Gewinn je Aktie fiel von 3,23 auf 2,16 Dollar.
Ausblick: Margen im Fokus
Die Debatte dreht sich 2026 nicht darum, ob Nike moderat wachsen kann – sondern ob das Unternehmen seine Margenstruktur wiederherstellen kann. CEO Elliott Hill setzt auf den „Win Now“-Plan mit fokussierten Produktlinien und stärkerer regionaler Ausrichtung. Erste Erfolge zeigen sich im Running-Segment, das im ersten Fiskalquartal über 20 Prozent zulegte.
Analysten erwarten bis zum Fiskaljahr 2028 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 3 Prozent jährlich und einen Gewinnanstieg von 10 Prozent. Morningstar-Analysten trauen Nike ab 2028 wieder ein Umsatzwachstum von über 5 Prozent und operative Margen über 10 Prozent zu. Die Quartalsdividende bleibt bei 0,41 Dollar je Aktie, zahlbar am 1. April.
Großereignisse wie die Fußball-WM 2026 und Olympia 2028 in Los Angeles bieten Chancen. Doch zunächst muss Nike am 31. März zeigen, dass der Margenaufbau mehr ist als eine Hoffnung.
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