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Nike Aktie: Insider gegen Profis

Nikes Management nutzt niedrige Kurse für Aktienkäufe, während Analysten angesichts rückläufiger Umsätze in China und Margendruck zur Vorsicht raten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Institutionelle Investoren reduzieren Nike-Positionen
  • Umsatzrückgang in China um 17 Prozent
  • CEO Elliott Hill kauft signifikante Aktienmenge
  • Analysten senken Bewertung und Kursziele

Bei Nike klafft derzeit eine deutliche Lücke zwischen externer Bewertung und interner Zuversicht. Während institutionelle Investoren und Analysten aufgrund der anhaltenden China-Schwäche auf die Bremse treten, nutzt das Management die aktuellen Kurse für massive Zukäufe. Besonders CEO Elliott Hill setzt ein klares Zeichen und stellt sich mit seinem privaten Kapital gegen den vorherrschenden Markttrend.

Institutionelle Skepsis wächst

Die jüngsten Einreichungen der 13F-Filings offenbaren, dass sich professionelle Geldverwalter zunehmend zurückziehen. Cerity Partners LLC hat im dritten Quartal rund 12,2 Prozent seiner Position an dem Sportartikelhersteller abgestoßen und knapp 50.000 Aktien verkauft. Dieser Schritt fügt sich in ein breiteres Bild institutioneller Vorsicht ein. Viele Vermögensverwalter zweifeln an der Geschwindigkeit, mit der die angekündigte Turnaround-Strategie greift.

Gegenwind aus China und Analysten-Votum

Der Hauptgrund für die Zurückhaltung liegt in den fundamentalen Daten. Im wichtigen Wachstumsmarkt China brachen die Umsätze im jüngsten Quartal um 17 Prozent ein. Hinzu kommt Druck auf die Margen durch Zölle und eine kostspielige strategische Neuausrichtung weg von digitalen Experimenten hin zum Kerngeschäft.

Diese Gemengelage veranlasste Needham & Company am 8. Januar zu einer Herabstufung der Aktie von „Buy“ auf „Hold“. Auch RBC Capital Markets senkte das Kursziel von 85 auf 78 US-Dollar, wenngleich das Rating „Outperform“ beibehalten wurde. Die Analysten sehen derzeit keinen klaren Zeitplan für eine nachhaltige Erholung der Geschäftszahlen.

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Vorstand nutzt die Kursschwäche

Im starken Kontrast zur Skepsis der Analysten und Institutionen steht das Handeln derer, die das Unternehmen am besten kennen. In den letzten 90 Tagen erwarben Insider insgesamt 91.229 Aktien.

Allen voran kaufte CEO Elliott Hill 16.388 Anteile zu einem Durchschnittskurs von 61,10 US-Dollar. Auch Direktor Robert Holmes Swan griff zu und sicherte sich fast 8.700 Aktien. Solche gehäuften Insider-Käufe werden an der Börse oft als Signal gewertet, dass das Management den inneren Wert des Unternehmens deutlich höher einschätzt als den aktuellen Börsenkurs.

Die Aktie reagierte am Freitag mit einem leichten Plus von 1,01 Prozent auf 65,92 US-Dollar und konnte sich damit im laufenden Jahr (YTD) um gut 4 Prozent verbessern. Anleger müssen nun abwägen, ob sie der Vorsicht der Analysten folgen oder dem demonstrativen Optimismus der Führungsetage Vertrauen schenken.

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Dr. Robert Sasse

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Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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