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Symbolbild, KI-generiert

Nike Aktie: Erholung mit Fragezeichen

Nike meldet Umsatzwachstum und Gewinnüberschuss, prognostiziert jedoch sinkende Margen. Analysten bewerten die Erholung angesichts von China-Schwäche und Zöllen unterschiedlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzwachstum nach mehreren Rückgängen
  • Gewinn je Aktie übertrifft Erwartungen deutlich
  • Starke Zuwächse im Lauf- und Großhandelssegment
  • Gesunkene Margen und vorsichtige Prognose

Die Zeichen einer Trendwende mehren sich — zumindest im Großhandel. Jefferies-Analyst Randal Konik sieht nach den jüngsten Quartalsergebnissen von Dick’s Sporting Goods die Grundlage für Nikes produktgetriebene Wholesale-Erholung bestätigt. Nike wurde im Management-Call von Dick’s mehrfach als strategischer Kernpartner genannt, gemeinsam mit Hinweisen auf erfolgreiche Produktlaunches und Aktivierungen rund um das NBA All-Star Game.

Operative Fortschritte, aber verhaltene Prognose

Das Fundament für diesen Optimismus lieferte Nikes zweites Quartal des Geschäftsjahres 2026: Umsatz von 12,4 Milliarden Dollar, ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr — eine Trendumkehr nach mehreren Quartalen mit rückläufigen Erlösen. Der Gewinn je Aktie von 0,53 Dollar übertraf die Analystenerwartungen von 0,37 Dollar deutlich. Treiber war ein Wholesale-Wachstum von acht Prozent, das den neunprozentigen Rückgang im Direktgeschäft mehr als ausglich. Das Laufsegment legte zum zweiten Mal in Folge über 20 Prozent zu.

Weniger erfreulich: Die Bruttomarge sank um 300 Basispunkte auf 40,6 Prozent. Für das dritte Quartal erwartet Nike einen leichten Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich sowie weiteren Margendruck.

Gespaltenes Bild unter Analysten

Barclays hat die Aktie zuletzt auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 64 auf 73 Dollar angehoben. Analystin Adrienne Yih argumentiert, Investoren hätten möglicherweise den Punkt des maximalen Pessimismus erreicht — sichtbare Fortschritte in Nordamerika, darunter zweistelliges Wachstum im Laufsegment, würden vom Markt noch nicht ausreichend eingepreist.

Die Einschätzungen auf dem Parkett gehen jedoch auseinander:

  • RBC Capital: Outperform, Kursziel 78 Dollar — China-Erholung als wichtiger Stimmungstreiber
  • Stifel: Hold, Kursziel 65 Dollar — verbesserte Markenpositionierung in US-Kanälen
  • BNP Paribas: Underperform, Kursziel 35 Dollar — anhaltende China-Risiken

China bleibt das größte Sorgenkind. Der Umsatz in Greater China fiel zuletzt um 16 bis 17 Prozent. CEO Elliott Hill hat offen kommuniziert, dass die regionale Neuausrichtung Zeit braucht. Hinzu kommt Gegenwind durch Zölle, deren Auswirkung auf die Bruttomarge mit rund 315 Basispunkten beziffert wird.

Quartalsbericht am 31. März als nächster Prüfstein

Die Aktie notiert aktuell rund elf Prozent unter dem Jahresanfangsniveau und damit in der Nähe mehrjähriger Tiefststände — deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 57,71 Euro. Am 31. März legt Nike die Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Der Vergleich mit dem schwachen Vorjahreszeitraum dürfte die Wachstumsraten optisch begünstigen. Entscheidend wird sein, ob sich die Wholesale-Dynamik und die Margenentwicklung in den tatsächlichen Zahlen widerspiegeln — oder ob Chinas Schwäche und der Zolldruck die Erholung erneut überlagern.

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