Präsidiale Genehmigung, Milliarden aus Japan, zehn Gigawatt Kapazität — für NextEra Energy ist der heutige Tag ein bemerkenswerter. Doch der Aktienkurs zeigt sich davon wenig beeindruckt.
Konkret hat Donald Trump die Entwicklung von bis zu zehn Gigawatt erdgasbasierter Erzeugungskapazität in Texas und Pennsylvania freigegeben. Die Projekte sind eingebettet in Japans 550-Milliarden-Dollar-Investitionszusage an die USA, die im Rahmen eines bilateralen Handelsabkommens vereinbart wurde. Japan und die USA sollen die Anlagen gemeinsam besitzen, gebaut und betrieben werden sie von NextEra Energy.
Zu den genehmigten Vorhaben gehört das bereits bekannte Texas-Hub, das in Zusammenarbeit mit dem Rohstoffunternehmen Comstock Resources entwickelt wird. Die Infrastruktur zielt auf die stark wachsende Nachfrage von Rechenzentren und industriellen Großverbrauchern — ohne, so die Zusicherung des Unternehmens, die Stromrechnungen privater Haushalte zu belasten.
Strategie mit Tempo
Das ist kein Einzelprojekt, sondern Teil einer breiteren Wachstumsoffensive. NextEra Energy verfolgt eine sogenannte Hub-Strategie: derzeit rund 30 solcher Energiezentren in verschiedenen Entwicklungsphasen, angesteuert wird ein Ziel von etwa 40. Der Ansatz soll Entwicklungszeiten verkürzen und Ausführungsrisiken reduzieren — also schneller und günstiger skalieren als konventionelle Projektentwicklung.
Wichtig zu betonen: Die Investitionen stehen noch unter Vorbehalt. Endgültige Verträge müssen erst ausgehandelt und unterzeichnet werden, bevor Bau und Inbetriebnahme beginnen können.
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Kurs läuft der Meldung voraus
Anleger zeigen sich heute merkwürdig kühl. Die Aktie notiert mit einem Minus von rund 1,5 Prozent bei gut 91 Dollar — obwohl die Genehmigung grundsätzlich als positiv für die weitere Projektpipeline gewertet werden dürfte. Ein möglicher Grund: Der Titel hat in den vergangenen sechs Monaten bereits rund 32 Prozent zugelegt und sich damit dem 52-Wochen-Hoch genähert. Ein erheblicher Teil der Phantasie könnte bereits eingepreist sein.
Analysten bleiben dennoch konstruktiv. Die UBS hat ihr Kursziel unlängst von 91 auf 104 Dollar angehoben und das Kaufvotum bestätigt. Erste Group stufte die Aktie zuletzt von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch und erwartet beim Gewinn je Aktie ein jährliches Wachstum von mindestens acht Prozent bis 2032. Hinzu kommt eine Dividende, die seit 30 Jahren in Folge erhöht wurde — zuletzt um zehn Prozent auf 0,6232 Dollar je Quartal.
Die Grundkonstellation ist damit klar: starkes Wachstumsprofil, politische Rückendeckung, aber eine Bewertung, die bereits einiges vorwegnimmt.
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