Newmont Mining schwimmt dank hoher Goldpreise im Geld, doch operativ läuft nicht alles rund. Während der Konzern Milliarden in Argentinien investiert, eskaliert ein Streit um das wichtige Nevada-Joint-Venture. Anleger müssen nun abwägen: Zählt der Rekord-Cashflow des vergangenen Jahres oder die sinkende Produktionsprognose für 2026?
Finanzieller Glanz durch Goldpreis
Finanziell könnte das Jahr 2025 kaum besser ausgesehen haben. Der Goldriese meldete einen Rekordwert beim freien Cashflow von 7,3 Milliarden US-Dollar sowie einen Nettogewinn von 7,2 Milliarden US-Dollar. Allerdings war dieser Geldregen primär den gestiegenen Goldpreisen geschuldet, nicht einer höheren Fördermenge. Das Management nutzt die Liquidität direkt für die Aktionäre: Eine Dividende von 0,26 US-Dollar sowie ein laufendes Aktienrückkaufprogramm sollen die Attraktivität des Papiers sichern.
Streit um Nevada eskaliert
Doch hinter den Kulissen knirscht es gewaltig. Newmont liegt im Clinch mit Partner Barrick Gold bezüglich des gemeinsamen Joint Ventures in Nevada („Nevada Gold Mines“). Der Vorwurf wiegt schwer: Es gibt Hinweise auf Missmanagement und die angeblich unrechtmäßige Umleitung von Ressourcen zu Barricks eigenen Projekten. Newmont hat bereits vertragliche Prüfungsrechte geltend gemacht und eine förmliche Mängelrüge erteilt. Das Management rechnet aufgrund dieser Spannungen für 2026 mit einer geringeren Produktion aus der Region.
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Investitionen und teure Prognosen
Um die Reserven langfristig zu sichern, fließen 800 Millionen US-Dollar in die Erweiterung der Cerro-Negro-Mine in Argentinien. Das Projekt soll die Lebensdauer der Mine bis über das Jahr 2035 hinaus verlängern. Diese Investitionen sind notwendig, denn die Prognose für das laufende Jahr fällt verhaltener aus.
Für 2026 erwartet Newmont nur noch eine Produktion von 5,3 Millionen Unzen Gold – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 5,9 Millionen im Vorjahr. Verantwortlich dafür sind neben Anlagenverkäufen auch ungünstige Abbau-Sequenzen. Gleichzeitig klettern die Kosten auf geschätzte 1.680 US-Dollar pro Unze, getrieben durch das sinkende Volumen und höhere Lizenzgebühren.
Die Aktie notiert aktuell bei 107,50 Euro und hält sich damit trotz der operativen Herausforderungen in der Nähe ihres 52-Wochen-Hochs von 110,50 Euro. Die Mischung aus sinkendem Output, steigenden Kosten und dem offenen Rechtsstreit dürfte die Margen im laufenden Jahr jedoch belasten, sofern der Goldpreis nicht weiter stark ansteigt um dies zu kompensieren.
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