Newmont Mining hat ein historisches Jahr hinter sich, beflügelt durch explodierende Goldpreise und starke Margen. Doch die Freude über die übertroffenen Erwartungen ist nicht ungetrübt. Während der Konzern Hunderte Millionen in die Zukunft investiert, eskaliert ein Streit mit dem Partner Barrick Gold – und der Ausblick für das laufende Jahr dämpft die Euphorie.
Goldrausch in der Bilanz
Die Zahlen für das Jahr 2025 sprechen eine deutliche Sprache und spiegeln das extrem günstige Marktumfeld wider. Angetrieben von einem realisierten Goldpreis, der im vierten Quartal auf über 4.200 Dollar pro Unze kletterte, pulverisierte Newmont die Analystenschätzungen. Der Gewinn pro Aktie lag im Schlussquartal bei 2,52 Dollar – weit über den erwarteten 1,81 Dollar.
Diese Profitabilität kommt direkt bei den Aktionären an: Die Quartalsdividende wurde angehoben, und das Unternehmen setzt sein Aktienrückkaufprogramm fort. Die Aktie reagierte entsprechend positiv auf die langfristige Entwicklung und notiert mit einem Schlusskurs von 110,06 Euro in der Nähe ihres 52-Wochen-Hochs.
Vorsichtiger Blick nach vorne
Trotz der vollen Kassen tritt das Management für 2026 auf die Bremse. Die Prognose signalisiert einen Übergang: Die Produktion soll im Vergleich zum Vorjahr um etwa zehn Prozent auf 5,3 Millionen Unzen sinken, während die Kosten (AISC) voraussichtlich auf 1.680 Dollar pro Unze steigen werden.
Die Gründe für diesen Dämpfer sind operativer Natur. Schäden durch Buschbrände in der Boddington-Mine belasten das erste Quartal, hinzu kommen auslaufende Steuervergünstigungen in Ghana. Das Management setzt darauf, dass neue Projekterweiterungen in der zweiten Jahreshälfte für Entlastung sorgen.
Ärger im Nevada-Joint-Venture
Abseits der operativen Kennzahlen sorgt ein juristischer Konflikt für Unruhe. Newmont hat den Druck auf seinen Partner Barrick Gold im gemeinsamen Joint Venture „Nevada Gold Mines“ erhöht. Der Vorwurf wiegt schwer: Barrick soll Ressourcen des Gemeinschaftsunternehmens systematisch zugunsten eigener Projekte abgezweigt haben.
Dieser Streit besitzt politische Sprengkraft, da er Barricks Pläne für einen milliardenschweren Börsengang in Nordamerika blockieren könnte. Newmont pocht auf seine vertraglichen Rechte und signalisiert, dass ohne eine Einigung keine Zustimmung zu den IPO-Plänen des Partners erfolgen wird.
Strategische Investition in Argentinien
Ungeachtet der Reibereien in den USA treibt Newmont seine Expansion in Lateinamerika voran. Wie das Unternehmen bestätigte, fließen rund 800 Millionen Dollar in die Erweiterung der Cerro-Negro-Mine in Argentinien. Die Investition soll die Lebensdauer der Mine bis über das Jahr 2035 hinaus verlängern und unterstreicht das Vertrauen des Konzerns in eine langfristig hohe Goldnachfrage.
Fazit
Newmont startet mit einer starken Bilanz, aber auch mit komplexen Herausforderungen in das neue Jahr. Die volle Kasse ermöglicht zwar strategische Investitionen, doch Anleger werden genau beobachten müssen, ob der Konzern die rechtlichen Streitigkeiten beilegen und die Kostenprognose einhalten kann. Der nächste wichtige Termin ist der 23. April 2026, wenn Newmont die Bücher für das erste Quartal öffnet.
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