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Newmont Mining Aktie: Kein Handlungsbedarf?

Der weltgrößte Goldproduzent Newmont verzeichnet einen deutlichen Aktienkursverlust nach Gewinnmitnahmen im Goldmarkt. Trotz eines Rekordjahres 2025 dämpft eine vorsichtige Produktionsprognose für 2026 die Stimmung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verliert nach Goldpreisrückgang deutlich
  • Historische Finanzergebnisse für 2025 vorgelegt
  • Produktionsprognose für 2026 fällt verhaltener aus
  • Analysten bleiben trotz Kursrücksetzer optimistisch

Newmont-Aktionäre erlebten am 3. März 2026 einen herben Rückschlag: Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten brach um 9,5 Prozent ein. Der Auslöser? Ein Rücksetzer im Goldpreis, der nach einer starken Rally Gewinnmitnahmen auslöste – und Newmont mit voller Wucht traf.

Rekordergebnis 2025 als Basis

Dabei hätte die Ausgangslage kaum besser sein können. Mitte Februar hatte Newmont ein historisches Geschäftsjahr 2025 präsentiert: 7,3 Milliarden US-Dollar freier Cashflow, davon 2,8 Milliarden allein im vierten Quartal. Die Produktion umfasste 5,9 Millionen Unzen Gold, 28 Millionen Unzen Silber und 135.000 Tonnen Kupfer. Mit den Einnahmen baute das Unternehmen Schulden in Höhe von 3,4 Milliarden ab und schloss das Jahr mit einer Netto-Cash-Position ab.

Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen deutlich: 2,52 US-Dollar Gewinn je Aktie bei einem Konsens von 1,81 US-Dollar, der Umsatz lag mit 6,82 Milliarden über den prognostizierten 6,18 Milliarden. Im Gesamtjahr erreichte Newmont einen Umsatz von 22,67 Milliarden US-Dollar bei einem Nettogewinn von 7,09 Milliarden.

Ausblick dämpft Euphorie

Die Prognose für 2026 fällt allerdings verhaltener aus. Newmont erwartet eine Goldproduktion von rund 5,3 Millionen Unzen – deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die All-in-Sustaining-Costs sollen bei etwa 1.680 US-Dollar je Unze liegen. Ein wesentlicher Grund für die gedrosselte Erwartung: Im Dezember 2025 beschädigten Buschfeuer kritische Wasserinfrastruktur in der australischen Boddington-Mine, die nun mit reduzierter Kapazität läuft. Allein im ersten Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Produktionsausfall von 60.000 Unzen.

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Etwa 52 Prozent der Jahresproduktion sollen erst in der zweiten Jahreshälfte anfallen, getragen von den Minen Boddington, Tanami, Lihir und Cerro Negro. Letztere steht im Fokus einer strategischen Expansion: Newmont investiert 800 Millionen US-Dollar über sechs Jahre in den argentinischen Standort.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des jüngsten Kursrutsches halten Analysten an ihrer positiven Einschätzung fest. Sanford C. Bernstein hob die Aktie von „Market Perform“ auf „Outperform“ an und erhöhte das Kursziel von 121 auf 157 US-Dollar. Jefferies Financial Group setzte das Ziel von 136 auf 158 US-Dollar herauf und bekräftigte die Kaufempfehlung. Institutionelle Investoren wie die Vanguard Group stockten ihre Positionen auf – insgesamt halten Institutionen 68,85 Prozent der Anteile.

Am 23. April 2026 legt Newmont die Zahlen für das erste Quartal vor. Entscheidend wird sein, wie schnell die Boddington-Mine wieder hochfährt und ob die Investitionen in Cerro Negro erste Früchte zeigen. Die Dividende wurde unterdessen um vier Prozent auf 0,26 US-Dollar je Quartal angehoben.

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Diskussion zu Newmont Mining

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.