Newmont Mining hat in dieser Woche ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der weltgrößte Goldproduzent profitiert gleichzeitig von rekordhohen Edelmetallpreisen und einer lockereren US-Geldpolitik. Beides zusammen hat den Kurs in diesem Jahr regelrecht nach oben gezogen – und die Frage aufgeworfen, wie tragfähig dieser Höhenflug ist.
Edelmetall-Rally als Haupttreiber
Der aktuelle Kursschub ist klar im Umfeld der Edelmetallmärkte verankert. Silber hat in dieser Woche erstmals die Marke von 60 US-Dollar je Unze überschritten, zeitweise lagen die Futures sogar bei rund 65 Dollar, bevor sie wieder in den Bereich um 61 Dollar zurückkamen. Diese Preisniveaus unterstreichen, wie stark die Nachfrage nach „sicheren Häfen“ derzeit ist.
Rückenwind kommt zusätzlich von der US-Notenbank. Die Federal Reserve hat in diesem Jahr bereits zum dritten Mal die Zinsen gesenkt. Sinkende Leitzinsen machen zinstragende Anlagen wie Anleihen weniger attraktiv. Davon profitieren typischerweise Gold und Silber – und damit auch Produzenten wie Newmont, die höhere Verkaufspreise direkt in bessere Margen übersetzen können.
In diesem Umfeld hat die Aktie im laufenden Jahr deutlich zweistellig zugelegt und ihren Sektor klar hinter sich gelassen. Während der Basismaterialien-Sektor und selbst die Goldminenbranche insgesamt stark waren, setzte sich Newmont noch einmal obendrauf und markierte in dieser Woche ein neues Allzeithoch.
Zur Einordnung: Am Freitag schloss die Aktie bei 83,75 Euro, nur rund 1 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 84,70 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, seit Jahresbeginn liegt das Plus bei knapp 124 %.
Analysten bleiben optimistisch
Die Kursrally wird von der Analystenseite gestützt. Mehrere große Häuser haben ihre positive Einschätzung zuletzt bekräftigt oder sogar verstärkt:
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- Jefferies-Analyst Fahad Tariq bestätigte am 7. Dezember seine Kaufempfehlung und sieht das Kursziel bei 120 US-Dollar. Er verweist vor allem auf weiterhin attraktive Bewertungen im Goldminen-Segment.
- UBS-Analyst Daniel Major erhöhte am 1. Dezember sein Kursziel von 105,50 auf 125 US-Dollar, ebenfalls bei einem „Buy“-Rating.
- Goldman Sachs setzt das Kursziel bei 104,30 US-Dollar, ebenfalls mit Kaufempfehlung.
- Zacks bewertet Newmont aktuell mit #1 (Strong Buy).
Gemeinsam ist diesen Einschätzungen die Erwartung, dass die Goldpreise auch 2026 auf erhöhtem Niveau bleiben. Begründet wird dies mit anhaltenden Käufen der Zentralbanken und einer breiten Nachfrage aus dem Privatsektor. Bleiben die Preise hoch, können Minengesellschaften wie Newmont ihre Margen ausweiten und mehr freien Cashflow generieren – ein zentraler Punkt für die Bewertung der Aktie.
Fundamentale Basis: Starke Q3-Zahlen
Die Kursniveaus der vergangenen Tage stehen nicht im luftleeren Raum. Newmont hatte bereits am 23. Oktober seine Zahlen für das dritte Quartal 2025 vorgelegt und damit die fundamentale Basis für den jüngsten Ausbruch gestärkt. Der Markt wertete die Kennzahlen als Beleg dafür, dass das Unternehmen die gestiegenen Edelmetallpreise in profitables Wachstum umsetzen kann.
Auch wenn im Detail unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen – von Produktionsvolumina über Kostenentwicklung bis hin zu Cashflow und Schuldenstruktur – ergibt sich unterm Strich ein Bild: Die starke operative Entwicklung stützt das aktuelle Bewertungsniveau und liefert Argumente für die optimistischen Analystenziele.
Ausblick: Viel hängt am Goldpreis
Für die kommenden Monate ist klar definiert, worauf es ankommt. Entscheidend wird sein,
- ob die Gold- und Silberpreise nach der jüngsten Rally auf hohem Niveau bleiben oder weiter anziehen,
- ob die US-Notenbank ihren Zinssenkungskurs fortsetzt oder zumindest keine scharfe Kehrtwende vollzieht,
- und ob Newmont in den nächsten Quartalen seine Margen- und Cashflow-Verbesserungen bestätigen kann.
Sollten sich die von Jefferies und UBS skizzierten Szenarien mit dauerhaft hohen Goldpreisen bewahrheiten, hätte Newmont Spielraum, die starke Entwicklung 2025 auch im Jahr 2026 fortzuschreiben. Umgekehrt würde ein deutlicher Rückgang der Edelmetallpreise die aktuell hohen Erwartungen an den Konzern spürbar auf die Probe stellen.
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