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Newmont Aktie: Streit um Nevada

Newmont übt öffentlich Kritik an der operativen Leistung des Joint Ventures Nevada Gold Mines und verweist auf vertragliche Schutzklauseln, was Barricks geplante Börsenpläne erschwert.

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Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Newmont kritisiert sinkende Performance bei Nevada Gold Mines
  • Barrick plant Börsengang mit seiner 61,5%-Beteiligung
  • Vertragliche Schutzklauseln könnten IPO blockieren
  • Newmont legt am 19. Februar Jahreszahlen vor

Newmont macht ungewöhnlich offen Druck auf Barrick: Beim Gemeinschaftsprojekt Nevada Gold Mines (NGM) habe sich die operative Leistung über Jahre verschlechtert – und damit auch der Wert der Assets. Brisant wird das, weil Barrick parallel einen Börsengang (IPO) eines Teils seiner Nordamerika-Assets plant, der auch den NGM-Anteil umfasst. Wie weit kann Barrick mit dem IPO gehen, ohne Newmont an Bord zu holen?

  • Newmont kritisiert eine „Verschlechterung der Performance und des Asset-Werts“ bei NGM über die vergangenen sechs Jahre
  • Barrick hält 61,5% an NGM, Newmont 38,5%
  • Newmont verweist auf vertragliche Schutzklauseln und Transferbeschränkungen bei Transaktionen rund um das Joint Venture

Kritik trifft Barricks IPO-Pläne

In einer Erklärung von Montag hat Newmont den Fokus klar auf Betrieb und Management von NGM gelegt. Der Konzern sieht dort über Jahre einen Abwärtstrend bei Leistung und Wertentwicklung. Gleichzeitig betont Newmont, man arbeite „mit Barrick“ an Schritten, um die Entwicklung umzukehren und das volle Wertpotenzial der Assets wieder zu heben.

Der Zeitpunkt ist heikel: Barrick will einen Teil seiner Nordamerika-Assets an die Börse bringen. In dem geplanten Paket wäre auch Barricks 61,5%-Beteiligung an Nevada Gold Mines enthalten. Newmonts Statement wirkt damit wie ein Warnschild: Erst die operative Basis stabilisieren, dann den nächsten Kapitalmarkt-Schritt gehen.

Verträge, Schutzklauseln, Zustimmung?

Newmont unterstreicht, dass jede Transaktion, die das Joint Venture betrifft, die im Vertrag verankerten Schutzmechanismen erfüllen muss. Genannt werden dabei ausdrücklich Anforderungen rund um Transferrestriktionen.

Damit sendet Newmont ein klares Signal: Das Unternehmen sieht die eigenen Rechte aus den Joint-Venture-Vereinbarungen als relevant für den geplanten IPO-Prozess – und deutet an, dass Barrick den Deal nicht einfach „durchziehen“ kann, wenn dafür Zustimmungen oder Bedingungen aus dem Vertragswerk greifen.

Operative Leistung als Kernproblem

NGM ist für beide Konzerne ein Schlüssel-Asset. Newmonts Kritik rückt deshalb vor allem die operative Seite in den Vordergrund – und damit den Hebel, an dem die Bewertung hängt. Im Hintergrund steht zudem, dass Barrick zuletzt mit rückläufiger Produktion konfrontiert gewesen sein soll, was Newmonts Sorgen um Performance und Bewertung zusätzlichen Kontext gibt.

Konkreter Termin aus Newmonts Kalender: Am 19. Februar legt das Unternehmen Zahlen für Q4 sowie das Gesamtjahr 2025 vor. Damit dürfte auch der Blick auf die Bedeutung und Entwicklung der Nevada-Assets für den Konzern wieder stärker in den Fokus rücken.

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