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Newmont Aktie: Rekordgewinne und steigende Kosten

Der Goldkonzern Newmont schließt 2025 mit Rekordliquidität ab, sieht sich 2026 jedoch sinkender Produktion und deutlich steigenden Förderkosten gegenüber.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekord-Finanzkraft durch hohen freien Cashflow
  • Produktionsrückgang und Kostenanstieg für 2026 prognostiziert
  • Strategische Investitionen unter neuer CEO Natascha Viljoen
  • Aktienrückkäufe und stabile Dividende trotz Herausforderungen

Der weltgrößte Goldproduzent Newmont hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer finanziellen Machtdemonstration abgeschlossen: Ein Rekord-Free-Cashflow von 7,3 Milliarden US-Dollar untermauert die Stärke der Bilanz. Doch das Jahr 2026 steht unter neuen Vorzeichen. Mit Natascha Viljoen an der Spitze navigiert der Konzern in eine Übergangsphase, die kurzfristig durch sinkende Produktionsmengen und deutlich steigende Kosten geprägt sein wird.

Finanzielle Muskelspiele

Die Bilanz für das abgelaufene Jahr übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Besonders das vierte Quartal stach heraus, in dem Newmont allein 2,8 Milliarden US-Dollar an freiem Cashflow generierte. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag mit 2,52 US-Dollar spürbar über den prognostizierten 1,97 US-Dollar.

Diese Liquiditätsschwemme nutzt das Unternehmen direkt für die Aktionäre: Insgesamt flossen 3,4 Milliarden US-Dollar über Aktienrückkäufe und Dividenden zurück an die Investoren. Gleichzeitig wurde die Verschuldung massiv reduziert, sodass Newmont das Jahr mit einer Netto-Cash-Position von 2,1 Milliarden US-Dollar beendete.

Warum 2026 schwieriger wird

Trotz des starken Rückwinds aus 2025 warnt das Management vor Herausforderungen im laufenden Jahr. Die Prognose für 2026 sieht einen Rückgang der Goldproduktion auf etwa 5,3 Millionen Unzen vor. Ein wesentlicher Grund hierfür sind operative Rückschläge: Buschfeuer in Australien beschädigten im Dezember 2025 kritische Wasserinfrastruktur der Boddington-Mine, was die Kapazität im ersten Quartal einschränkt.

Noch schwerer wiegt der Kostendruck. Die sogenannten „All-in Sustaining Costs“ (AISC) – die wichtigste Kennzahl für die Produktionskosten – sollen von 1.358 US-Dollar im Jahr 2025 auf 1.680 US-Dollar pro Unze im Jahr 2026 steigen. Dies dürfte die Margen im laufenden Jahr spürbar belasten, selbst wenn der Goldpreis hoch bleibt.

Strategische Investitionen und Konflikte

Unter der neuen CEO Natascha Viljoen, die seit dem 1. Januar 2026 im Amt ist, fokussiert sich Newmont auf langfristige „Value Ounces“ – also Unzen, die profitabel gefördert werden können. Ein Kernstück dieser Strategie ist die Investition von rund 800 Millionen US-Dollar in die Cerro Negro Mine in Argentinien, um deren Laufzeit über 2035 hinaus zu verlängern.

Unruhe bringt jedoch ein schwelender Konflikt mit dem Partner Barrick Gold. Barrick plant einen Börsengang seiner nordamerikanischen Gold-Assets, an denen Newmont über das Joint Venture „Nevada Gold Mines“ beteiligt ist. Newmont pocht hier auf die Einhaltung bestehender Verträge und äußerte sich kritisch zur Performance des Joint Ventures in den letzten Jahren.

Marktreaktion und Bewertung

Die Aktie notierte zum Wochenschluss bei 100,20 Euro und liegt damit leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt. Analysten wie Bernstein und Citigroup bleiben optimistisch und sehen Kursziele, die deutlich über dem aktuellen Niveau liegen. Sie werten die solide Kapitalausstattung und die langfristigen Projekte als wichtiger als die temporären Produktionsdellen im Jahr 2026.

Mit einer gefüllten Kriegskasse und laufenden Aktienrückkäufen ist Newmont in der Lage, die Dividende auch in einem Jahr mit höheren Investitionsausgaben stabil zu halten. Für Anleger bedeutet 2026 ein Jahr des Übergangs, in dem operative Disziplin und die Kostenkontrolle der neuen Führungsmannschaft entscheidend sein werden, um das Vertrauen des Marktes zu rechtfertigen.

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Diskussion zu Newmont Mining

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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