Die Newmont-Aktie hat diese Woche einen ihrer schwersten Rückschläge seit fast zwei Jahren erlitten. Auslöser war ein Zusammentreffen zweier belastender Faktoren: eine restriktivere Signallage der US-Notenbank und ein millionenschwerer Aktienverkauf eines leitenden Managers.
Fed bremst Goldfantasie
Die Federal Reserve ließ die Zinsen unverändert und signalisierte für 2026 lediglich eine einzige Senkung. Das sogenannte „Dot Plot“ der FOMC-Mitglieder zeigt, dass sieben der 19 Teilnehmer gar keine Zinssenkung in diesem Jahr erwarten — einer mehr als noch im Dezember. Fed-Chef Jerome Powell verwies auf anhaltende Inflationsrisiken und betonte, die USA hätten beim Preisziel weniger Fortschritte erzielt als erhofft.
Der steigende Ölpreis, angeheizt durch den Konflikt im Nahen Osten, erschwert der Fed die Lage zusätzlich. Höhere Energiepreise befeuern die Inflation und machen frühe Zinssenkungen unwahrscheinlicher — ein direktes Problem für den Goldmarkt, der auf günstige Zinsen angewiesen ist.
Gold fiel daraufhin sieben Handelstage in Folge und verzeichnete damit die längste Verlustserie seit 2023. Newmont, als weltgrößter Goldproduzent eng an den Metallpreis gekoppelt, verlor am Donnerstag rund 9,4 Prozent. Das Handelsvolumen lag mit 12,6 Millionen Aktien deutlich über dem Durchschnitt von 9,7 Millionen.
Manager verkauft für zwei Millionen Dollar
Parallel dazu wurde ein Insiderverkauf bekannt, der die Stimmung weiter trübte. David James Fry, beim Konzern verantwortlich für Projekte und Studien, veräußerte am 16. März 18.394 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 111,45 Dollar — ein Gesamterlös von rund 2,05 Millionen Dollar. Damit reduzierte er seinen Bestand um mehr als die Hälfte.
Die Aktien stammen aus Restricted-Stock-Vesting-Ereignissen Ende Februar 2026. Die Pflichtmitteilung betont ausdrücklich, dass keine nicht öffentlichen negativen Informationen vorlagen. Dennoch fällt der Verkauf in eine Phase erhöhter Kurssensibilität — und in einem Umfeld, in dem Newmont in den vergangenen zwölf Monaten 23 Insiderverkäufe, aber keinen einzigen Insiderkauf verzeichnet hat.
Starke Fundamentaldaten als Gegengewicht
Die operative Lage des Unternehmens steht im klaren Kontrast zur aktuellen Kursschwäche. Im jüngsten Quartal erzielte Newmont einen Gewinn je Aktie von 2,52 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 1,81 Dollar deutlich. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 20,6 Prozent auf 6,82 Milliarden Dollar, die Nettomarge lag bei 31,25 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen einen rekordhohen freien Cashflow von 7,3 Milliarden Dollar sowie ein bereinigtes Nettoergebnis von 7,6 Milliarden Dollar. Die Quartalsdividende wurde zuletzt leicht auf 0,26 Dollar angehoben und wird am 26. März ausgezahlt.
Analysten bleiben mehrheitlich positiv gestimmt: 16 von 22 Bewertungen lauten auf „Buy“ oder „Strong Buy“. Sanford C. Bernstein hob das Kursziel Ende Februar auf 157 Dollar an, Stifel Nicolaus sogar auf 175 Dollar. Gemessen am aktuellen Kurs von rund 85,76 Euro implizieren diese Ziele erhebliches Aufwärtspotenzial — sofern der Gegenwind vom Zins- und Goldmarkt nachlässt.
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