Der weltgrößte Goldproduzent spürt derzeit massiven Gegenwind. Während ein deutlicher Rücksetzer am Goldmarkt die Margenfantasien der Anleger dämpft, sorgt die Politik in Papua-Neuguinea für zusätzliche regulatorische Hürden. Premierminister James Marape pocht beim wichtigen Wafi-Golpu-Projekt auf strenge Konditionen und verweigert dem Bergbaukonzern jegliche Zugeständnisse.
Zähes Ringen um Wafi-Golpu
Die Regierung des Inselstaates verfolgt eine strikte Linie, um die staatlichen Einnahmen aus Rohstoffprojekten zu maximieren. Für das Kupfer-Gold-Projekt Wafi-Golpu fordert der Staat eine Kapitalbeteiligung von 30 Prozent sowie einen Anteil am wirtschaftlichen Gesamtnutzen von rund 55 Prozent. Da die Regierung Zugeständnisse außerhalb des gesetzlichen Rahmens kategorisch ausschließt, erhöht sich die regulatorische Komplexität für die Joint-Venture-Partner erheblich. Diese Verhandlungen sind Teil einer übergeordneten Strategie, mit der das Land seine Staatseinnahmen seit 2018 fast verdoppeln konnte.
Rohstoffmarkt auf Talfahrt
Erschwerend kommt die Schwäche des zugrundeliegenden Rohstoffmarktes hinzu. An der COMEX fiel der Goldpreis zuletzt unter die Marke von 4.500 US-Dollar pro Unze und verzeichnete damit einen wöchentlichen Verlust von über zehn Prozent. Diese Entwicklung spiegelt sich direkt im Chartbild des Minenbetreibers wider. Nach einem Kursrutsch von fast 19 Prozent innerhalb der letzten sieben Tage notiert das Papier aktuell nur noch bei 77,76 Euro. Damit hat sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von gut 110 Euro spürbar vergrößert.
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Insider machen Kasse
Trotz des jüngsten Preisverfalls bleiben Analysten mehrheitlich optimistisch. Die Scotiabank senkte ihr Kursziel zwar minimal von 152 auf 151 US-Dollar, behielt aber die Einstufung „Sector Outperform“ bei. Auffällig ist allerdings das Verhalten der Unternehmensführung. Mitte März trennten sich mit Executive Vice President Peter Toth und David James Fry gleich zwei Insider von größeren Aktienpaketen zu Kursen von über 108 US-Dollar. Solche Verkäufe auf höherem Niveau werden von Marktbeobachtern in Schwächephasen oft genau registriert.
Die kurzfristige Entwicklung des Minenkonzerns hängt nun stark von makroökonomischen Faktoren ab. Da die Märkte für die April-Sitzung der US-Notenbank mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 88 Prozent von gleichbleibenden Zinsen ausgehen, fehlt von geldpolitischer Seite ein unmittelbarer Impuls. Der Goldpreis und damit auch die Newmont-Bewertung dürften vorerst primär von den anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie den weiteren Verhandlungsschritten in Papua-Neuguinea getrieben werden.
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