Die Newmont-Aktie startet mit gemischten Signalen in die Handelswoche. Während der weltgrößte Goldproduzent vom historischen Höhenflug des Edelmetalls profitiert – Gold testete zuletzt die Marke von 5.000 US-Dollar –, belastet ein tödlicher Arbeitsunfall in Australien die Stimmung. Die Produktion in der wichtigen Tanami-Mine steht still. Am 19. Februar folgen die Quartalszahlen.
Der Handel am Montag steht im Zeichen dieser Gratwanderung: Makroökonomischer Rückenwind trifft auf operative Probleme. Die Aktie schloss die Vorwoche stark bei 115,32 US-Dollar (+6,26 % am Freitag), getrieben vom Preisanstieg bei Edelmetallen. Doch die Aussetzung der Tanami-Produktion trübt die kurzfristigen Aussichten.
Tanami-Mine nach tödlichem Unfall stillgelegt
Am 4. Februar 2026 ereignete sich in der Tanami-Goldmine im Northern Territory ein tödlicher Arbeitsunfall. Ein 47-jähriger Mitarbeiter kam dabei ums Leben.
Newmont stoppte daraufhin umgehend alle Arbeiten, um Untersuchungen durch NT WorkSafe und die lokalen Behörden zu ermöglichen. Erste Berichte deuten auf einen mechanischen Defekt an einem Windensystem hin. Die Tanami-Mine zählt zu den strategisch wichtigsten Anlagen des Konzerns – ein längerer Stillstand könnte die Produktionsziele für das erste Quartal 2026 gefährden. Das Management bekräftigte zwar, dass Sicherheit Vorrang habe, nannte aber bislang keinen Zeitplan für die Wiederaufnahme des Betriebs.
Ahafo North läuft planmäßig hoch
Positiver verläuft die Entwicklung in Westafrika. Das Ahafo North-Projekt in Ghana befindet sich derzeit in der Hochlaufphase, nachdem die kommerzielle Produktion bereits im Oktober 2025 startete.
Wichtige Klarstellung: Entgegen einzelner Marktspekulationen am Wochenende handelt es sich nicht um einen „neuen“ Produktionsstart – die Anlage ist seit Jahresende operativ. Der Fokus liegt 2026 auf der Optimierung des Durchsatzes, um die angestrebte Jahresproduktion von rund 275.000 bis 325.000 Unzen zu erreichen. Das Projekt ist entscheidend, um rückläufige Fördermengen aus ausgereiften Minen auszugleichen.
Analysten heben Kursziele an
Investmenthäuser haben ihre Bewertungen angesichts des starken Goldpreisumfelds angepasst:
- Macquarie erhöhte am Freitag das Kursziel für die NYSE-Aktie auf 126 US-Dollar bei einer „Outperform“-Einstufung. Die Analysten verweisen auf die verbesserten Margen durch das robuste Rohstoffpreisniveau.
- CIBC passte am 4. Februar ebenfalls seine Modelle an – allerdings für die australische Notierung (ASX: NEM) auf 177 A-Dollar, was etwa 115 US-Dollar entspricht. Diese Unterscheidung ist wichtig, nachdem es in Foren zu Verwechslungen mit einem vermeintlichen US-Dollar-Ziel kam.
Quartalszahlen am 19. Februar im Fokus
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Quartalsbericht für Q4 2025, der am 19. Februar 2026 veröffentlicht wird.
Zentrale Fragen:
- Tanami-Auswirkungen: Wie lange bleibt die Mine geschlossen, und welche Folgen hat dies für die Jahresprognose von ursprünglich rund 5,3 Millionen Unzen weltweit?
- Kapitalverwendung: Bei einem erwarteten Netto-Cashbestand von über 1 Milliarde US-Dollar dürften Investoren auf Signale zu Dividendenerhöhungen oder Aktienrückkäufen achten.
- Kostenentwicklung: Die All-In Sustaining Costs (AISC) bleiben ein kritischer Faktor – Analysten prüfen, ob das Unternehmen trotz Inflationsdruck bei den prognostizierten 1.823 US-Dollar pro Unze bleiben kann.
Der Spagat zwischen operativen Risiken und einem außergewöhnlich günstigen Marktumfeld wird die Kursrichtung der kommenden Wochen bestimmen. Die Quartalszahlen werden zeigen, ob Newmont beide Herausforderungen meistern kann.
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