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Newmont Aktie: Druck von allen Seiten

Der Goldproduzent Newmont sieht sich 2026 mit einem schwächeren Goldpreis und einem erwarteten Produktionsrückgang konfrontiert, während Analysten langfristig optimistisch bleiben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldpreis fällt nach US-Inflationsdaten
  • Produktionsrückgang und steigende Kosten erwartet
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlungen
  • Starker freier Cashflow aus 2025 als Fundament

Frische Inflationsdaten aus den USA haben den Goldpreis unter Druck gesetzt – und Newmont trifft das besonders hart. Denn der Konzern kämpft 2026 nicht nur mit einem schwächeren Marktumfeld, sondern auch mit hausgemachten Problemen.

Warum der Goldpreis fiel

Auslöser des jüngsten Kursrückgangs war der US-Verbraucherpreisindex, der im Februar erneut bei 2,4 Prozent lag. Für Gold ist das ein ungünstiges Signal: Hält die Inflation an, steigt der Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen hoch zu halten. Höhere Zinsen machen verzinsliche Anlagen wie Anleihen attraktiver – auf Kosten von Gold, das keine laufenden Erträge abwirft.

Die Folge: Der Goldpreis fiel um 1,2 Prozent auf 5.178 Dollar je Unze. Newmont-Aktien verloren im Zuge dessen rund 3,2 Prozent. Für einen großen, liquiden Goldproduzenten wie Newmont schlägt jede Bewegung im Goldpreis direkt auf Gewinne und freien Cashflow durch.

Zusätzliche Unsicherheit bringt die Fed-Sitzung am 18. März. Der Markt erwartet dort keine Zinssenkung. Sollte die Notenbank ihren restriktiven Kurs fortsetzen, dürfte das den Dollar stützen und Gold weiter belasten.

Operativer Gegenwind für 2026

Neben dem Makroumfeld belasten unternehmensspezifische Faktoren. Newmont rechnet für 2026 mit einem Rückgang der Goldproduktion um knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr – bei gleichzeitig steigenden Förderkosten je Unze. Das begrenzt den Spielraum, von einem möglichen Goldpreisanstieg zu profitieren.

Das wachsende Misstrauen zeigt sich auch im Short Interest: Im Februar stieg die Anzahl leerverkaufter Aktien um rund 19,7 Prozent auf etwa 22,4 Millionen Stück.

Dabei stehen die Fundamentaldaten des Unternehmens selbst auf solidem Fundament. 2025 erzielte Newmont einen rekordhohen freien Cashflow von 7,3 Milliarden Dollar und schloss ein Devestitionsprogramm nicht zum Kerngeschäft gehörender Assets mit einem Erlös von 3,6 Milliarden Dollar ab. Der Fokus liegt nun auf margenstarken Tier-1-Minen – darunter die im Oktober 2025 in Betrieb genommene Ahafo-North-Mine, die den Produktionsrückgang teilweise abfedern soll.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz des kurzfristigen Drucks hat die Analystengemeinde ihre grundsätzlich positive Haltung nicht aufgegeben. Citi bestätigte das Kaufvotum und hob das Kursziel auf 150 Dollar an. Bernstein-Analyst Bob Brackett stufte die Aktie auf „Outperform“ hoch, mit einem Kursziel von 157 Dollar – begründet mit einem positiven Ausblick auf den Goldpreis.

Längerfristig wird die Aktie mit dem rund 16-fachen der für 2026 erwarteten Gewinne bewertet. Analysten prognostizieren, dass der Konzerngewinn bis 2029 auf mehr als das Doppelte des 2025er Niveaus steigen könnte.

Am 21. April legt Newmont die nächsten Quartalszahlen vor. Sie werden zeigen, ob die „Margin-first“-Strategie des Unternehmens auch in einem schwierigeren Goldpreisumfeld trägt – und ob der Produktionsrückgang so glimpflich verläuft wie erhofft.

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Diskussion zu Newmont Mining

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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