Gleich drei Belastungsfaktoren haben die Newmont-Aktie diese Woche unter erheblichen Druck gesetzt: eine restriktive Fed, steigende Energiepreise und ein auffälliges Muster an Insider-Verkäufen. Das Ergebnis ist einer der stärksten Wochenrückgänge der jüngeren Vergangenheit.
Fed-Signal trifft Goldpreis
Die US-Notenbank ließ auf ihrer Märzsitzung die Leitzinsen unverändert im Bereich von 3,5 bis 3,75 Prozent. Der eigentliche Schock kam jedoch mit den aktualisierten Wirtschaftsprojektionen: Marktteilnehmer hatten für 2026 mindestens drei Zinssenkungen eingepreist — die Fed signalisierte nun lediglich eine. CME-FedWatch-Daten zeigen, dass Händler die erste Senkung inzwischen frühestens für September erwarten.
Die Reaktion am Goldmarkt war heftig. Die Futures-Preise brachen an einem einzigen Handelstag um mehr als sieben Prozent ein. Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten des zinslosen Metalls — das ist die klassische Schwachstelle von Gold in einem restriktiven Zinsumfeld.
Gleichzeitig sprangen die Brent-Rohölpreise infolge eskalierender Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Golf um knapp sieben Prozent auf rund 114 Dollar je Barrel. Für Goldminen wie Newmont bedeutet das einen doppelten Nachteil: steigende Förderkosten bei gleichzeitig fallendem Goldpreis.
Insider-Verkäufe verstärken den Druck
Mitten in dieser Marktturbulenzen meldete Newmont gleich zwei Insiderverkäufe innerhalb weniger Tage. David James Fry, Group Head Projects & Studies, verkaufte am 16. März 18.394 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 111,45 Dollar — ein Gesamtvolumen von rund 2,05 Millionen Dollar, das seiner Position um knapp 52 Prozent reduzierte. EVP Peter Toth veräußerte am 18. März weitere 3.000 Aktien zu 108 Dollar je Stück.
Bemerkenswert ist der breitere Kontext: In den vergangenen zwölf Monaten gab es bei Newmont 23 Insiderverkäufe — und keinen einzigen Kauf.
Starke Bilanz, schwieriger Ausblick
Trotz der turbulenten Woche steht Newmont fundamental solide da. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen freien Cashflow von 7,3 Milliarden Dollar und ein bereinigtes Nettoergebnis von 7,6 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal übertraf der Gewinn je Aktie mit 2,52 Dollar die Analystenerwartungen deutlich.
Die für 2026 kommunizierte Guidance trübt das Bild jedoch ein: Newmont erwartet eine geringere Goldproduktion als im Vorjahr bei gleichzeitig höheren Kosten — die konsolidierten All-in Sustaining Costs werden im mittleren vierstelligen Bereich je Unze veranschlagt. In einem Umfeld fallender Goldpreise drückt das direkt auf die Margen.
Analysten bleiben dennoch konstruktiv: Jefferies erhöhte sein Kursziel sogar von 158 auf 162 Dollar und bestätigte die Kaufempfehlung. Scotiabank senkte das Ziel minimal von 152 auf 151 Dollar, hält aber ebenfalls an der Outperform-Einstufung fest. Am 26. März erhalten Aktionäre zudem eine Quartalsdividende von 0,26 Dollar je Aktie — ein kleines Zeichen der Stabilität inmitten eines schwierigen Marktumfelds.
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