Das Jahr 2026 beginnt für den weltgrößten Goldproduzenten mit einer strategischen Weichenstellung an der Spitze. Natascha Viljoen übernimmt das Ruder bei Newmont, und das Timing könnte kaum besser sein: Der Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord. Investoren fragen sich nun, ob die neue Chefin dieses Momentum nutzen kann, um die Profitabilität weiter zu steigern und die hohen Erwartungen des Marktes zu erfüllen.
Neuer Chef, neue Strategie?
Seit dem 1. Januar ist der Führungswechsel offiziell vollzogen. Natascha Viljoen, die zuvor als CEO von Anglo American Platinum tätig war, tritt die Nachfolge von Tom Palmer an. Ihr Fokus liegt primär auf der Optimierung des riesigen Portfolios, das durch die Übernahme von Newcrest Mining massiv erweitert wurde. Der Markt honorierte den Amtsantritt am ersten Handelstag des Jahres direkt: Die Aktie schloss am Freitag bei 101,22 US-Dollar und konnte sich damit über der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar behaupten. Offenbar trauen Anleger der operativen Expertin zu, die Produktion effizient zu steuern.
Goldrausch und Analysten-Lob
Unterstützt wird der Optimismus durch ein außergewöhnliches makroökonomisches Umfeld. Mit einem Goldpreis, der zuletzt in der Nähe von 4.370 US-Dollar pro Unze notierte, winken dem Konzern deutlich steigende Margen. Zudem profitiert Newmont durch die Integration von Newcrest stärker vom Kupfergeschäft und positioniert sich damit zentral im Thema Energiewende.
Auch Analysten haben ihre Prognosen an diese Rahmenbedingungen angepasst. Die UBS erhöhte ihr Kursziel kürzlich auf 125 US-Dollar, während Jefferies den fairen Wert nun bei 120 US-Dollar sieht. Beide Häuser verweisen auf die Hebelwirkung des hohen Goldpreises auf die Unternehmensgewinne. Dass auch institutionelle Anleger Potenzial sehen, zeigt der Schritt der Mather Group, die ihre Position im dritten Quartal um rund 40 Prozent aufgestockt hat.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Newmont Mining?
Hohe Erwartungen an die Zahlen
Die Vorschusslorbeeren setzen das neue Management jedoch unter Druck. Für die kommenden Quartalszahlen rechnet der Marktkonsens mit einem Gewinn je Aktie von 1,61 US-Dollar, was einem Wachstum von etwa 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Der Umsatz wird bei rund 5,45 Milliarden US-Dollar erwartet.
Mit einem geschätzten KGV von über 14 wird die Aktie derzeit mit einem Aufschlag gegenüber vielen Branchenkollegen gehandelt. Viljoen muss daher beweisen, dass sie die Kosten trotz des inflationären Umfelds im Griff behalten kann, um den Free Cashflow zu maximieren.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den nächsten Quartalsbericht, bei dem sich Viljoen erstmals als CEO erklären wird. Im Mittelpunkt dürften Aussagen zur Kapitalallokation stehen – konkret, ob die sprudelnden Einnahmen für höhere Dividenden oder Aktienrückkäufe genutzt werden. Gelingt es der Aktie, das aktuelle Niveau über 100 US-Dollar nachhaltig zu verteidigen, stehen die Chancen gut, dass der Konzern die positiven Sektordaten in weitere Kursgewinne ummünzen kann.
Newmont Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Newmont Mining-Analyse vom 5. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Newmont Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Newmont Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Newmont Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
