Die Newmont-Aktie legte am Montag um mehr als drei Prozent zu. Der Grund: Der Goldproduzent legt sich mit Joint-Venture-Partner Barrick Gold an – und könnte dessen milliardenschwere IPO-Pläne durchkreuzen. Wenige Tage vor den Quartalszahlen eskaliert der Streit um die Nevada-Minen.
Machtkampf um Nevada Gold Mines
Im Zentrum steht das Gemeinschaftsunternehmen Nevada Gold Mines (NGM), an dem Barrick 61,5 Prozent und Newmont 38,5 Prozent hält. Barrick hatte Ende Januar angekündigt, seine nordamerikanischen Goldaktiva – einschließlich der NGM-Mehrheitsbeteiligung – bis Ende 2026 an die Börse zu bringen.
Newmont machte am Montag deutlich: So einfach wird das nicht. Das Management fordert von Barrick, zunächst die „Underperformance“ und operativen Probleme in Nevada zu beheben. In den vergangenen sechs Jahren habe sich die Leistung des Komplexes „verschlechtert“, der Anlagenwert sei gesunken. Erst dann könne man über eine Transaktion reden.
Die Börse wertete Newmonts Vorstoß positiv. Indem der Konzern seine Vertragsrechte geltend macht, sichert er sich Einfluss auf einen der produktivsten Goldkomplexe weltweit – gerade jetzt, da die Edelmetallpreise auf Rekordniveau notieren.
Analysten heben Kursziele an
Parallel dazu bekam die Aktie Rückenwind von der Analystenseite. RBC Capital Markets erhöhte Anfang Februar das Kursziel von 120 auf 125 US-Dollar und bekräftigte „Outperform“. CIBC ging noch einen Schritt weiter und hob das Ziel auf 177 Dollar an – mit Verweis auf die Hebelwirkung der hohen Goldpreise.
Die Einschätzungen spiegeln wachsendes Vertrauen in Newmonts Cashflow-Potenzial. Unabhängig vom Nevada-Konflikt verfügt der Konzern über ein starkes Produktionsportfolio, das von der aktuellen Marktlage profitiert.
Was jetzt kommt
Am 19. Februar veröffentlicht Newmont die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Investoren dürften besonders auf drei Punkte achten:
- Nevada-Strategie: Weitere Kommentare zum Barrick-Konflikt oder mögliche rechtliche Schritte
- Kapitalrückflüsse: Dividendenaussichten und Aktienrückkäufe angesichts starker Goldpreise
- Produktionsausblick: Aktualisierte Förderprognose für 2026, insbesondere außerhalb Nevadas
Der Bericht könnte zeigen, wie stark Newmont auch ohne reibungsloses Nevada-Geschäft dasteht – und wie viel Druck das Unternehmen auf Barrick ausüben kann.
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