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Netflix: ARK kauft 26.200 Aktien nach Selloff

Nach einem Kurssturz kauft ARK Invest erneut Netflix-Aktien. Der Streaming-Pionier übertrifft Umsatzerwartungen, enttäuscht jedoch mit der Prognose und sieht sich mit Führungswechsel konfrontiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ARK Invest kauft nach Kursrutsch über 26.000 Aktien
  • Umsatz übertrifft Erwartungen, Ausblick enttäuscht
  • Reed Hastings verlässt das Unternehmen nach 29 Jahren
  • Werbung und NFL-Rechte als Wachstumstreiber

Nach einem harten Kursrutsch stabilisiert sich die Netflix-Aktie — und Cathie Wood nutzte den Moment konsequent. ARK Invest kaufte am 17. April rund 26.200 Netflix-Aktien, finanziert durch den Verkauf volatiler Krypto-Positionen im Wert von etwa 2,57 Millionen Dollar.

Der Zeitpunkt war kein Zufall. Netflix schloss an jenem Tag bei 97,31 Dollar — ein Tagesrückgang von 9,7 Prozent nach einem gemischten Quartalsbericht. Der Kurs fiel damit unter den 200-Tage-Durchschnitt von 105,88 Dollar, eine Zone, die erfahrungsgemäß wachstumsorientierte Käufer anzieht.

Starke Umsätze, schwacher Ausblick

Die Zahlen selbst waren nicht das Problem. Netflix erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 12,25 Milliarden Dollar — über den Analystenerwartungen von 12,18 Milliarden und 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Markt reagierte dennoch negativ, weil der Ausblick enttäuschte.

Für das zweite Quartal prognostiziert Netflix einen Umsatz von 12,5 Milliarden Dollar; Analysten hatten 12,6 Milliarden erwartet. Beim Gewinn je Aktie liegt die eigene Prognose mit 0,78 Dollar ebenfalls unter der Konsensschätzung von 0,84 Dollar. Hinzu kam die Ankündigung, dass Mitgründer und Chairman Reed Hastings nach 29 Jahren das Unternehmen verlässt, um sich philanthropischen Projekten zu widmen.

Werbung wächst, NFL-Rechte locken

Trotz des Rückschlags bleibt das strukturelle Bild intakt. Über 60 Prozent der Neukunden in werbefinanzierten Märkten wählen den günstigeren Werbetarif. Die Zahl der Werbekunden stieg um 70 Prozent auf über 4.000. Netflix hält an seiner Jahresprognose von 50,7 bis 51,7 Milliarden Dollar Umsatz fest und erhöhte die Free-Cashflow-Guidance auf rund 12,5 Milliarden Dollar. Das Werbeumsatzziel von 3 Milliarden Dollar für 2026 — eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr — wurde bestätigt.

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Parallel laufen Gespräche mit der NFL über eine Ausweitung der Übertragungsrechte. Co-CEO Ted Sarandos formulierte es auf dem Earnings Call so: „Die NFL ist eine großartige Marke, und wir glauben, dass es eine Möglichkeit gibt, die Partnerschaft auszubauen.“ Netflix setzt dabei auf ausgewählte Highlight-Events statt auf teure Vollsaison-Pakete. Allerdings gilt Google mit YouTube als Favorit für ein neues Fünf-Spiele-Paket der Liga — und politischer Gegenwind wächst: Sowohl die FCC als auch das US-Justizministerium beschäftigen sich mit der Frage, ob weitere NFL-Spiele hinter Streaming-Paywalls verschwinden sollten.

Wall Street hält die Linie

Morgan Stanley, JPMorgan und Bank of America haben ihre Kaufempfehlungen nach dem Kursrutsch bekräftigt. Das durchschnittliche Kursziel der drei Häuser liegt bei 114,46 Dollar — rund 17 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Wood selbst hatte Netflix im dritten Quartal 2022 vollständig verkauft, stieg Ende 2025 mit rund 166.000 Aktien wieder ein und baute die Position im Januar 2026 weiter aus. Das jüngste Nachkaufen unterstreicht, dass ARK den Rücksetzer als Einstiegsgelegenheit wertet — nicht als Trendwende. Netflix selbst verweist darauf, dass der Dienst unter den Breitband-Haushalten weltweit noch weniger als 45 Prozent Marktdurchdringung erreicht hat. Das langfristige Wachstumspotenzial bleibt damit rechnerisch erheblich.

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