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Netflix Aktie: Überraschung ausgeblieben!

Netflix erwartet starke Quartalszahlen, doch der Aktienkurs leidet unter dem Bieterkampf um Warner Bros. Discovery und politischen Unsicherheiten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erbitterter Bieterkampf um Warner Bros. Discovery
  • Aktienkurs mit Verlust von über 28 Prozent
  • Erwarteter Umsatzsprung im Weihnachtsquartal
  • Politische Risiken durch Trumps Beteiligung

Netflix steht vor einer entscheidenden Woche. Während der Streaming-Riese am kommenden Dienstag voraussichtlich Rekordzahlen für das Weihnachtsquartal vorlegt, dominiert an der Börse ein ganz anderes Thema: Der erbitterte 82,7-Milliarden-Dollar-Kampf um Warner Bros. Discovery. Anleger fragen sich, ob die starken operativen Ergebnisse ausreichen, um den jüngsten Kursverfall von über 28 Prozent zu stoppen.

Bietergefecht drückt den Kurs

Die geplante Übernahme der Streaming- und Studio-Assets von Warner Bros. bestimmt derzeit das Narrativ. Der Deal, der Netflix Zugriff auf Marken wie „Harry Potter“ und „Game of Thrones“ sichern würde, trifft auf massiven Widerstand. Paramount Skydance hat mit einem feindlichen Übernahmeangebot von 108,4 Milliarden Dollar für den Gesamtkonzern gekontert. Berichten zufolge erwägt Netflix nun, sein bisheriges Bar- und Aktienangebot auf eine reine Barzahlung umzustellen, um die eigene Position zu stärken.

Diese Unsicherheit belastet den Kurs massiv. Die Aktie startete mit einem Minus von sechs Prozent in das Jahr 2026 und verlor in den letzten sechs Monaten über 28 Prozent an Wert. Fast ein Drittel der Analysten hat seit der Ankündigung der Fusion die Kursziele gesenkt. Der kommende Earnings-Call ist die erste Gelegenheit für das Management, die Bedenken der Investoren direkt zu adressieren.

Erschwerend kommt eine politische Komponente hinzu: Offenlegungen zeigen, dass US-Präsident Donald Trump kürzlich Anleihen von Netflix und Warner Bros. Discovery erworben hat. Seine Aussage, er werde bei der Genehmigung der Übernahme ein Wort mitreden, erhöht die Komplexität der anstehenden regulatorischen Prüfungen in den USA und Europa.

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Starke Zahlen erwartet

Fundamental läuft es für den Marktführer dagegen rund. Analysten erwarten für das vierte Quartal einen Umsatzsprung von 16,8 Prozent auf 11,97 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn soll sogar um knapp 28 Prozent auf 2,39 Milliarden Dollar klettern.

Treiber waren vor allem Blockbuster wie der neueste „Knives Out“-Film und Live-Events. Das NFL-Spiel der Detroit Lions gegen die Minnesota Vikings am ersten Weihnachtsfeiertag avancierte zum meistgestreamten Spiel in der US-Geschichte. Da Netflix seit Anfang 2025 keine Quartals-Abonnentenzahlen mehr veröffentlicht, liegt der Fokus der Wall Street nun primär auf dem Umsatzwachstum und den Werbeeinnahmen, die bei 1,08 Milliarden Dollar liegen sollen.

Der strategische Fokus verschiebt sich zunehmend auf Live-Formate, unterstrichen durch die Ausweitung der WWE-Rechte. Dies ist auch notwendig, da das Ende von „Stranger Things“ eine Content-Lücke hinterlässt, die durch die Warner-Bros-Akquisition geschlossen werden soll. Für 2026 wird aktuell ein Umsatzwachstum von rund 13 Prozent prognostiziert – ob dieser Wert übertroffen werden kann, hängt maßgeblich vom Ausgang des Übernahmepokers ab.

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