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Netflix Aktie: Sportrechte als Wachstumstreiber

Netflix erweitert sein Live-Sportangebot mit Boxen und NFL-Partien, um Werbeeinnahmen und Abonnenten zu steigern. Analysten sehen in der Aktie einen günstigen Einstiegszeitpunkt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erstes Live-Boxevent als Test für neue Strategie
  • Ausweitung der NFL-Übertragungsrechte geplant
  • Goldman Sachs hebt Kursziel auf 120 US-Dollar an
  • Quartalszahlen am 16. April als nächster Prüfstein

Der Streaming-Gigant Netflix steht vor entscheidenden Tagen. Während in Kürze die Quartalszahlen anstehen, testet das Unternehmen mit dem ersten britischen Live-Boxkampf und Verhandlungen über eine NFL-Erweiterung seine neue Strategie. Es geht darum, ob teure Sportrechte tatsächlich die erhofften Werbeeinnahmen und Abonnenten anziehen können.

Boxen und Football im Zentrum

Am 11. April überträgt Netflix erstmals ein Live-Boxevent aus Großbritannien. Der Kampf zwischen Tyson Fury und Arslanbek Makhmudov dient als wichtiger Testlauf, ob sich große Sportereignisse abseits des klassischen Pay-per-View-Modells rentieren. Um die Reichweite zu maximieren, wurde für dieses Event zudem eine Vertriebsvereinbarung mit EverPass Media für US-Gewerbebetriebe geschlossen.

Gleichzeitig strebt das Unternehmen laut dem Wall Street Journal eine Ausweitung seiner NFL-Übertragungsrechte an. Statt der bisherigen zwei Spiele an Weihnachten peilt der Konzern ein Paket mit vier Partien an, darunter ein Thanksgiving-Eve-Spiel sowie eine internationale Begegnung. Diese Investitionen in Live-Inhalte zielen direkt darauf ab, das werbefinanzierte Abonnement-Modell weiter zu stärken.

Frischer Rückenwind von Analysten

Die strategische Neuausrichtung trifft an der Wall Street auf Zustimmung. Nachdem die geplante Fusion mit Warner Bros. Discovery geplatzt war, kassierte Netflix eine Ausfallgebühr von 2,8 Milliarden US-Dollar von der Paramount Skydance Corporation. Goldman Sachs bewertet das Unternehmen nun wieder als eigenständige Wachstumsstory und hob das Kursziel kürzlich von 100 auf 120 US-Dollar an.

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Die Analysten sehen in der aktuellen Bewertung mit einem PEG-Verhältnis von 1,1 einen günstigen Einstiegszeitpunkt. Dieser Wert liegt deutlich unter dem historischen Fünf-Jahres-Durchschnitt von 1,65, während die Aktie nach einem längeren Rückgang allmählich wieder Boden gutmacht.

Margenziele und Quartalszahlen

Die finanziellen Vorgaben für diese Expansion sind klar definiert. Die Werbeeinnahmen sollen 2026 auf drei Milliarden US-Dollar steigen und damit knapp sechs Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. Gleichzeitig hat das Management eine ehrgeizige operative Marge von 31,5 Prozent für das Gesamtjahr ausgegeben.

Am 16. April liefert Netflix nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal. Dieser Bericht ist der erste harte Datenpunkt nach den Preiserhöhungen im März und wird belegen, ob das Kerngeschäft die ehrgeizigen Margenerwartungen der Analysten von 32,1 Prozent für den Jahresauftakt erfüllen kann.

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