Während die Wall Street am Dienstag unter massivem Druck steht und S&P 500 sowie Nasdaq auf Monatstiefstwerte abstürzen, zeigt sich ein Name bemerkenswert widerstandsfähig: Netflix. Die Aktie des Streaming-Riesen legt vorbörslich um 1,7 Prozent zu – ein klares Kontrastprogramm zum Gesamtmarkt, der unter den eskalierenden Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump leidet.
Der Nasdaq Future sackt um 2 Prozent ab, der S&P 500 verliert 1,7 Prozent. Auslöser ist Trumps Ankündigung vom Wochenende, ab dem 1. Februar zusätzliche 10-Prozent-Zölle gegen acht europäische Staaten zu verhängen – darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die Maßnahmen könnten bis Juni auf 25 Prozent steigen, sollte keine Einigung über den Kauf Grönlands erzielt werden. Die Reaktion der Märkte: Gold klettert auf Rekordhochs jenseits der 4.700 Dollar-Marke, Silber nähert sich historischen Höchstständen, und der Volatilitätsindex VIX schießt auf ein Zweimonatshoch von 20,61 Punkten.
Zahlen als Kurstreiber?
Doch Netflix scheint sich von diesem Chaos abzukoppeln. Nach Handelsschluss am Dienstag legt der Konzern seine Quartalszahlen vor – und die Erwartungen könnten kaum höher sein. Während selbst defensive Werte wie 3M trotz übertroffener Prognosen um 4,3 Prozent einbrechen, stemmt sich der Streaming-Dienst gegen den Abwärtssog. Ein Zeichen dafür, dass Investoren auf starke Ergebnisse setzen?
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Netflix?
Parallel dazu bleibt Netflix im Bieterkampf um Warner Bros Discovery aktiv. Der Konzern hat sein Angebot überarbeitet und bietet nun reines Bargeld für die Film- und Fernsehstudios sowie das Streaming-Geschäft von Warner. Warner bevorzugt dieses Szenario, da Aktionäre Anteile an den verbleibenden Unternehmensteilen behalten würden. Konkurrent Paramount Skydance sieht diesen Teil hingegen als wertlos an. Warner selbst verliert 0,9 Prozent, Paramount rutscht um 1 Prozent ab.
Flucht in Qualität?
Die Stärke der Netflix-Aktie könnte auch ein Zeichen für einen Qualitätsfokus sein. Während der Dollar um 0,9 Prozent nachgibt und selbst US-Staatsanleihen verkauft werden – die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 6 Basispunkte auf 4,29 Prozent –, suchen Anleger offenbar Zuflucht in Titeln mit stabilen Geschäftsmodellen. Netflix profitiert von der globalen Ausrichtung und der geringen Abhängigkeit von einzelnen Märkten.
Ob die Zahlen am Abend die Erwartungen erfüllen, wird entscheidend sein. Denn eines ist klar: In einem Umfeld, in dem EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Davos die US-Zölle als „Fehler“ bezeichnet und die Märkte von Unsicherheit geprägt sind, braucht es mehr als nur Optimismus.
Netflix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Netflix-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Netflix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Netflix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Netflix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
