Netflix hat am 21. März 2026 Geschichte geschrieben — zumindest in Südkorea. Das BTS-Comeback-Konzert „ARIRANG“ war das erste Live-Event, das der Streamingdienst aus Seoul übertrug. Gleichzeitig rückt der Quartalsbericht am 16. April näher, und Anleger beobachten genau, ob die Live-Ambitionen auch wirtschaftlich tragen.
Ein Konzert als Infrastrukturtest
Das Konzert auf dem Gwanghwamun-Platz zog bis zu 260.000 Besucher vor Ort an und wurde gleichzeitig in mehr als 190 Länder gestreamt. Hinter der Produktion steckte Hamish Hamilton, bekannt als Regisseur von Super Bowl-Halbzeitshows. 1.075 Mitarbeiter und 23 Filmkameras waren im Einsatz.
Für Netflix war das Event mehr als Unterhaltung. Das Unternehmen hat für Live-Übertragungen einen speziellen Betriebsmodus entwickelt, der massive Traffic-Spitzen abfangen soll — erstmals getestet beim Tyson-Paul-Boxkampf. Ein reibungsloser globaler Stream wäre ein wichtiger Nachweis für die technische Reife der Plattform.
Flankiert wird die Live-Strategie durch eine Partnerschaft mit SK Telecom und SK Broadband in Südkorea, die Netflix-Zugänge in gebündelte Kommunikations- und IPTV-Pakete integriert.
Starke Inhalte, hohe Ausgaben
Abseits des Live-Geschäfts läuft das Seriengeschäft. „One Piece“ Staffel 2 kam in den ersten vier Tagen auf 16,8 Millionen Aufrufe und insgesamt 136,2 Millionen gestreamte Stunden — genug für Platz eins in Märkten wie Deutschland, Frankreich, Brasilien und Indien. Staffel 3 ist bereits in Produktion.
Für das laufende Jahr plant Netflix Ausgaben von 20 Milliarden US-Dollar für Inhalte. Das belastet die Marge: Die Unternehmensführung hat eine operative Marge von 31,5 Prozent für 2026 in Aussicht gestellt — ein Wert, der Analysten bereits leicht enttäuschte. Citi-Analyst Jason Bazinet erwartet allerdings, dass Netflix die Prognose nach dem Wegfall der Warner-Bros.-Übernahmekosten auf rund 32 Prozent anhebt. Für Oktober 2026 rechnet er zudem mit einer Preiserhöhung.
Das Werbegeschäft entwickelt sich ebenfalls: Nach rund 1,5 Milliarden Dollar Werbeerlösen im Jahr 2025 — etwa drei Prozent des Gesamtumsatzes — sollen es 2026 rund drei Milliarden Dollar sein, was einem Anteil von knapp sechs Prozent entspräche.
Blick auf den 16. April
Beim Quartalsbericht am 16. April werden Investoren vor allem auf Werbeumsätze, Margenentwicklung und freien Cashflow schauen. Auch die Kommentare des Managements zur technischen Performance des BTS-Konzerts und zu weiteren geplanten Live-Events dürften im Mittelpunkt stehen — zumal Konkurrenten wie Disney, Amazon und YouTube ihre eigenen Live-Formate ausbauen.
Die Aktie schloss zuletzt bei 95,03 Dollar und liegt damit rund 4,3 Prozent über dem Jahresanfangskurs. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 114,11 Dollar.
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