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Netflix Aktie: Kahlschlag im Anmarsch?

Insiderverkäufe bei Netflix belasten die Stimmung, während der Aktienkurs auf Jahressicht deutlich nachgibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkäufe im Wert von 3,25 Mio. Dollar
  • Aktienkurs fällt um 24 Prozent
  • Werbemodell treibt Neuanmeldungen an
  • Analysten bleiben bei Kaufempfehlung

Starke Quartalszahlen, aber ein schwacher Aktienkurs. Bei Netflix klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Mitten in dieser Schwächephase trennt sich die Führungsriege nun von eigenen Papieren. Das sorgt bei Investoren für spürbare Nervosität.

Co-Chef Gregory Peters und Finanzvorstand Spencer Neumann verkauften am 7. Mai Aktien im Wert von rund 3,25 Millionen US-Dollar. Peters hält nach der Transaktion noch knapp 121.000 Anteilscheine. Bereits zwei Tage zuvor hatten Co-Chef Ted Sarandos und der Chefjurist des Konzerns Kasse gemacht.

Offiziell laufen viele dieser Verkäufe über vorab festgelegte Handelspläne oder dienen dazu, Steuern zu zahlen. Dennoch werten Marktbeobachter die geballten Transaktionen als negatives Signal. Die Netflix-Aktie notiert aktuell bei rund 88 US-Dollar. Auf Jahressicht entspricht das einem Minus von 24 Prozent.

Schwacher Ausblick bremst den Kurs

Der jüngste Kursrutsch beschleunigte sich nach den Quartalszahlen. Operativ lieferte der Streaming-Riese solide ab. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 12,25 Milliarden US-Dollar. Das Problem: der Ausblick. Für das zweite Quartal rechnet das Management mit Erlösen von knapp 12,6 Milliarden US-Dollar. Das lag leicht unter den Prognosen.

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Im laufenden Quartal erreichen die Abschreibungen auf neue Inhalte ihren vorläufigen Höhepunkt. In der zweiten Jahreshälfte soll der Kostendruck wieder nachlassen. Ein Lichtblick bleibt das werbefinanzierte Abo-Modell. Es machte im ersten Quartal über 60 Prozent der Neuanmeldungen aus. Die Zahl der Werbekunden kletterte im Jahresvergleich um 70 Prozent.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der Insiderverkäufe halten Analysten mehrheitlich an der Aktie fest. Freedom Broker bekräftigt eine Kaufempfehlung und verweist auf das starke Abonnentenwachstum. Auch Wolfe Research stuft das Papier weiterhin positiv ein. Die Experten loben die hohe Nutzerbindung trotz starker Konkurrenz durch Plattformen wie YouTube.

Für das Gesamtjahr hält Netflix an seinem Umsatzziel von rund 51 Milliarden US-Dollar fest. Das Management setzt dabei auf ein starkes zweites Halbjahr. Ein konkreter Impuls steht bereits am 16. Mai an. Dann überträgt der Konzern sein erstes Live-MMA-Event weltweit ohne Aufpreis.

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