Netflix dreht an der Preisschraube — und die Anleger applaudieren. Nachdem der Streaming-Konzern Anfang der Woche neue Abopreise in den USA eingeführt hat, richtet sich der Blick auf die Quartalszahlen am 16. April.
Neue Preise, neue Milliarden
Seit dem 26. März gelten in den USA höhere Tarife für alle Netflix-Stufen: Das werbefinanzierte Basis-Abo kostet nun 8,99 Dollar statt 7,99 Dollar, das werbefreie Standard-Abo stieg von 17,99 auf 19,99 Dollar, und das Premium-Paket kostet jetzt 26,99 Dollar — zwei Dollar mehr als zuvor.
JPMorgan schätzt, dass diese Anpassungen rund 1,7 Milliarden Dollar zusätzlichen Jahresumsatz generieren könnten, bei überschaubarem Risiko für die Abonnentenzahl. Die Preiserhöhungen sollen unter anderem das geplante Contentbudget von 20 Milliarden Dollar für 2026 finanzieren — nach 18 Milliarden im Vorjahr. Parallel peilt Netflix an, seine Werbeeinnahmen auf rund 3 Milliarden Dollar zu verdoppeln.
Disziplin statt Übernahme
Ein weiterer Faktor, der die Stimmung der Anleger zuletzt aufgehellt hat: Netflix zog sich im Februar aus dem Bieterprozess um Teile von Warner Bros. Discovery zurück, nachdem das Gegenangebot von Paramount Skydance als überlegen eingestuft wurde. Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters begründeten den Rückzug damit, dass der Preis für eine Übernahme „finanziell nicht mehr attraktiv“ gewesen wäre.
Netflix kassierte dafür eine Abstandszahlung von 2,8 Milliarden Dollar und kündigte die Wiederaufnahme seines Aktienrückkaufprogramms an. Die Aktie legte nach der Ankündigung im nachbörslichen Handel über 10 Prozent zu und gewann im Februar insgesamt rund 12 Prozent. Vom Junihoch 2025 ist der Kurs allerdings noch etwa 30 Prozent entfernt.
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Franchise statt Fremdkauf
Statt auf externe Zukäufe setzt Netflix nun verstärkt auf den Ausbau eigener Marken. Franchises wie Stranger Things, Bridgerton und Wednesday sollen weiter ausgebaut werden. Im April stehen unter anderem die zweite Staffel von Beef und Running Point mit Kevin Hart an.
Nicht jede Investition zahlt sich dabei aus: Der Sci-Fi-Film The Electric State, für den Netflix 320 Millionen Dollar ausgegeben hat, erhielt nach seinem Start im März 2025 vernichtende Kritiken. Und im Wettbewerb um Aufmerksamkeit liegt YouTube mit einem US-TV-Marktanteil von 12,5 Prozent weiterhin vor Netflix mit 8,8 Prozent.
Mit 301,6 Millionen Abonnenten weltweit und einem für 2026 erwarteten Umsatzwachstum von 12 bis 14 Prozent bleibt die Ausgangslage solide. Citi bewertet die Aktie mit „Buy“ und einem Kursziel von 115 Dollar. Wie die Abonnenten auf die neuen Preise reagiert haben, dürfte Netflix am 16. April mit den Q1-Zahlen offenlegen.
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