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Netflix Aktie: Deal-Sorgen belasten

Die Netflix-Aktie verliert weiter an Wert, angetrieben durch Marktskepsis gegenüber der geplanten milliardenschweren Übernahme von Warner Bros. Discovery und einer gesenkten Analystenbewertung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldman Sachs senkt Kursziel für Netflix
  • Investoren fürchten Risiken der Warner-Übernahme
  • Aktie testet kritische Chart-Unterstützung
  • Blick auf Quartalszahlen am 20. Januar

Die Netflix-Aktie findet keinen Boden und beendete die Handelswoche unter anhaltendem Abgabedruck. Seit den Höchstständen im Juni hat der Streaming-Pionier rund 30 Prozent an Marktwert eingebüßt. Verantwortlich für die Talfahrt ist primär die Unsicherheit rund um die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD). Zum Wochenausklang verstärkte eine skeptische Analystenstimme die Zweifel der Investoren an der strategischen Ausrichtung.

Goldman Sachs rät zur Vorsicht

Am Freitag senkte die US-Investmentbank Goldman Sachs ihr Kursziel für Netflix von 130 auf 112 US-Dollar, behielt aber die Einstufung „Neutral“ bei. Die Analysten begründeten diesen Schritt mit wachsenden Bedenken bezüglich der Integration der Warner-Assets. Es besteht die Sorge, dass die Eingliederung des traditionellen Film- und Fernsehgeschäfts das Management vom organischen Wachstum des Streaming-Dienstes ablenken könnte. Diese Einschätzung belastete den Kurs, der bei 89,44 US-Dollar aus dem Handel ging.

Zuvor hatte der Übernahmekrimi eine entscheidende Wendung genommen. Am Mittwoch bestätigte der Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery einstimmig das Festhalten an der Fusion mit Netflix und lehnte ein konkurrierendes Angebot von Paramount Skydance ab. Was auf dem Papier eine Hürde beseitigt, drückt paradoxerweise auf die Stimmung der Netflix-Aktionäre: Die Realität der schuldenfinanzierten Transaktion im Wert von 82,7 Milliarden US-Dollar rückt damit unweigerlich näher.

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Hohes Risiko und technische Hürden

Der Markt fremdelt weiterhin mit der Struktur des Deals. Die Übernahme der Warner-Studios inklusive Marken wie HBO und DC Studios bedeutet für Netflix eine Abkehr von der bisherigen Strategie der Eigenfinanzierung. Die Aufnahme neuer Schulden und die damit verbundene Verwässerung stoßen bei vielen Investoren auf Ablehnung. Zudem gilt die Verschmelzung eines algorithmusgesteuerten Technologieunternehmens mit einem klassischen Hollywood-Studio als operativer Kraftakt.

Trotz der vorherrschenden Skepsis gibt es Gegenstimmen. Das Analysehaus Jefferies hält an seiner Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 134 US-Dollar fest und verweist auf unterschätzte Synergien durch die Kombination der weltweit größten Abonnentenbasis mit der Warner-Bibliothek. Charttechnisch befindet sich die Aktie jedoch in einer kritischen Phase: Der Kurs testet aktuell die Unterstützungszone zwischen 88 und 90 US-Dollar. Ein Durchbruch nach unten könnte den Weg in Richtung des 52-Wochen-Tiefs bei 82 US-Dollar ebnen.

Der Blick richtet sich nun auf den 20. Januar 2026. Dann wird Netflix seine Quartalszahlen vorlegen. Analysten erwarten einen bereinigten Gewinn von 0,56 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 12 Milliarden US-Dollar. Wichtiger als die reinen Zahlen dürften jedoch Aussagen des Managements zum Zeitplan der behördlichen Prüfungen sowie konkrete Pläne zum Schuldenabbau sein.

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