Netflix muss seine Übernahmepläne für Vermögenswerte von Warner Bros. Discovery gegen frischen Gegenwind verteidigen. Paramount Skydance hat sein Angebot nachgebessert und macht den Deal damit komplizierter. Parallel sorgt ein größerer Insiderverkauf aus der Chefetage für zusätzliche Aufmerksamkeit.
Wichtige Punkte im Überblick:
– Paramount Skydance legt ein überarbeitetes, unaufgefordertes Angebot für WBD-Assets vor
– Der Bieter will die Vertragsstrafe übernehmen, die WBD bei einem Ausstieg aus dem Netflix-Deal zahlen müsste
– Das US-Justizministerium prüft die geplante Transaktion regulär
– Netflix-CFO Spencer Neumann verkauft 9.248 Aktien
Paramount erhöht den Einsatz
Heute hat Paramount Skydance ein geändertes, unaufgefordertes Kaufangebot für die Vermögenswerte von Warner Bros. Discovery (WBD) eingereicht. Der entscheidende Zusatz: Paramount bietet an, die sogenannte Breakup Fee zu übernehmen – also die Gebühr, die WBD an Netflix zahlen müsste, falls das Unternehmen die bestehende Vereinbarung mit Netflix beendet.
WBD bestätigte den Eingang des überarbeiteten Angebots. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, der Verwaltungsrat habe seine bisherige Empfehlung zur bereits vereinbarten Transaktion mit Netflix nicht geändert. Der Vorstand will das neue Angebot nun prüfen und anschließend den Aktionären eine Empfehlung aussprechen.
Regulierer schauen genau hin
Der Bieterkampf läuft unter regulatorischer Beobachtung. Das US-Justizministerium (Department of Justice) führt eine Standardprüfung der von Netflix geplanten milliardenschweren Übernahme der WBD-Vermögenswerte durch. Anfang Februar gab es dazu zudem eine Anhörung in einem Senats-Unterausschuss, bei der mögliche Auswirkungen auf den Wettbewerb thematisiert wurden.
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Aktie mit Gegenwind, Insiderverkauf
Seit der Ankündigung der Übernahmepläne steht die Netflix-Aktie laut Bericht unter Druck und notiert deutlich unter dem Hoch aus der Jahresmitte 2025. Heute lag der Kurs zwar im Plus, bewegte sich aber um 84 US-Dollar und blieb unter wichtigen gleitenden Durchschnitten auf kurze, mittlere und lange Sicht – ein Hinweis auf anhaltenden Abwärtsdruck im übergeordneten Trend.
Unabhängig davon meldeten Unterlagen, dass CFO Spencer Neumann am 6. Februar 9.248 Aktien für insgesamt rund 751.600 US-Dollar verkauft hat.
Zum nächsten Schritt wird, ob und wie schnell WBD nach der Prüfung des überarbeiteten Paramount-Angebots eine aktualisierte Empfehlung an die Aktionäre veröffentlicht.
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