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Symbolbild, KI-generiert

Netflix Aktie: 500 Millionen für „The Walking Dead“

Netflix sichert sich das Walking-Dead-Franchise für fünf Jahre und investiert 500 Mio. Dollar. Der Streaming-Riese setzt verstärkt auf lizenzierte Inhalte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Walking-Dead-Deal mit AMC über fünf Jahre
  • 371 Episoden inklusive sechs Spin-offs
  • Lizenzierte Formate treiben Abonnentenwachstum
  • Werbeeinnahmen sollen sich 2026 verdoppeln

Der Streaming-Gigant Netflix setzt verstärkt auf den Erwerb etablierter Inhalte und baut seine Kooperation mit AMC Global Media massiv aus. Gestern wurde bekannt, dass beide Unternehmen eine Vereinbarung über fünf Jahre für das „The Walking Dead“-Franchise getroffen haben. Der Deal umfasst die Originalserie sowie sechs Spin-offs mit insgesamt 371 Episoden. Netflix investiert dafür laut Berichten von AMC rund 500 Millionen US-Dollar. Ab 2027 wird die Serie zudem in Märkten wie Großbritannien, Italien und Australien über Netflix verfügbar sein, während der Partner AMC+ erstmals ebenfalls Streaming-Rechte für die Originalserie erhält.

Strategischer Fokus auf lizenzierte Inhalte

Die Vereinbarung unterstreicht die wachsende Bedeutung lizenzierter Serien für das Abonnentenwachstum. Im ersten Quartal 2026 trugen lizenzierte Formate zu mehr als 53 Prozent der Neuanmeldungen bei. Während Eigenproduktionen wie „Bridgerton“ weiterhin starke Zugpferde bleiben, lieferten Zukäufe wie „One Piece“ oder Inhalte der WWE signifikante Beiträge zur Nutzerbindung. Netflix plant, im laufenden Jahr insgesamt 20 Milliarden US-Dollar für Content auszugeben, was einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Ergänzend zur Inhaltsstrategie investierte das Unternehmen im März 587 Millionen US-Dollar in bar für die Übernahme des KI-Startups InterPositive. Parallel dazu sicherte sich der Konzern die Filmrechte an der „Sesame Street“, um seine Position im Familienmarkt gegen Wettbewerber wie Disney+ und Amazon weiter zu stärken. Diese Investitionen spiegeln sich in den jüngsten Geschäftszahlen wider: Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 12,6 Milliarden US-Dollar, während das Nettoeinkommen um neun Prozent auf 3,4 Milliarden US-Dollar kletterte.

Wachstum im Werbesegment und Marktreaktion

Ein wesentlicher Treiber für die künftige Umsatzentwicklung ist das werbefinanzierte Abonnement-Modell. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Netflix mit Werbeeinnahmen in Höhe von drei Milliarden US-Dollar, was einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr entspräche. Das werbegestützte Segment verzeichnet inzwischen über 70 Millionen monatlich aktive Nutzer. Trotz dieser operativen Fortschritte verlor das Papier gestern an Boden und beendete den Handel mit einem Rückgang um 1,91 Prozent. Der Schlusskurs lag bei 62,21 Euro, was einer Marktkapitalisierung von 265,51 Milliarden Euro entspricht.

Analysten bewerten die langfristigen Aussichten des Unternehmens überwiegend positiv, weisen jedoch auf kurzfristige Herausforderungen hin. Die Deutsche Bank sieht ein Kursziel von 110 US-Dollar, während Goldman Sachs die Einstufung im Juli auf „Sell“ herabstufte. Die Skepsis einiger Marktteilnehmer wird durch Insider-Verkäufe genährt: Gründer Reed Hastings veräußerte in den vergangenen Monaten über zwei Millionen Aktien. Zudem sieht sich das Unternehmen einer Klage über 105 Millionen US-Dollar gegenüber, in der es um den Diebstahl einer unverschlüsselten Kopie eines unveröffentlichten Films mit Nicolas Cage geht. Netflix bestreitet die Vorwürfe und verweist auf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen seitens der Produktionsfirma.

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