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Symbolbild, KI-generiert

Netflix Aktie: 31,5% Marge für 2026 angepeilt

Netflix erzielt operative Rekordmargen und baut Werbegeschäft aus, während der Aktienkurs unter Druck bleibt. Analysten sehen Aufwärtspotenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Werbeabos mit über 190 Millionen Nutzern
  • 25 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe
  • Operative Marge von 31,5 Prozent geplant
  • Reed Hastings verlässt den Verwaltungsrat

Starke operative Zahlen, schwacher Aktienkurs – bei Netflix klaffen Realität und Marktstimmung derzeit weit auseinander. Obwohl das Papier rund 35 Prozent unter seinem Rekordhoch notiert, halten Analysten unbeirrt an dem Streaming-Giganten fest. Der Grund dafür liegt tief im Maschinenraum des Konzerns.

Werbegeschäft als Wachstumsmotor

Das werbefinanzierte Abo-Modell entwickelt sich zum zentralen Ertragspfeiler. Bis November 2025 kletterte die Reichweite auf über 190 Millionen monatlich aktive Zuschauer weltweit. Netflix erfasst dabei mittlerweile auch das gemeinsame Schauen innerhalb eines Haushalts.

Diese Reichweite lässt die Kassen klingeln. Branchenexperten rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit Werbeeinnahmen zwischen drei und knapp fünf Milliarden US-Dollar. Die hauseigene Werbetechnologie läuft in den USA und Kanada bereits im Vollbetrieb. Weitere Märkte folgen in den kommenden Monaten.

Milliarden für eigene Aktien

Nachdem Netflix eine mögliche Übernahme von Warner Bros. Discovery verworfen hat, fließt das Kapital nun direkt an die Aktionäre. Das Management kündigte nach einem Kursrutsch im April ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Milliarden US-Dollar an. Finanziert wird dieser Schritt aus dem massiven freien Cashflow, der im vergangenen Jahr fast 9,5 Milliarden Dollar erreichte.

Parallel dazu schraubt das Unternehmen an seiner Profitabilität. Für 2026 peilt der Vorstand eine operative Marge von 31,5 Prozent an. Höhere Renditen aus den Inhalten und die margenstarken Werbeeinnahmen treiben diese Effizienz. So bleibt genug Liquidität für das auf 20 Milliarden Dollar geschätzte Content-Budget.

Neue Ära in der Chefetage

Auf Führungsebene steht ein historischer Einschnitt bevor. Mitgründer Reed Hastings tritt bei der Hauptversammlung im Juni nicht mehr zur Wiederwahl für den Verwaltungsrat an. Die alleinige strategische Kontrolle liegt künftig bei den Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters.

Das Duo richtet den Fokus zunehmend auf Live-Events, um lukrative Werbepartner anzulocken. Die Werbeplätze für kommende NFL-Spiele sind bereits ausverkauft. Für die Wrestling-Show WWE Raw sicherte sich Netflix den Lieferdienst DoorDash als Hauptsponsor. Solche Formate binden Zuschauer verlässlich an die Plattform und federn Schwächen bei teuren Fantasy-Serien ab.

Der Markt bewertet diese Transformation bislang zurückhaltend, die Aktie pendelt um die Marke von 87 Dollar. Bewertungsmodelle von Analysten signalisieren jedoch deutliches Aufwärtspotenzial. Mit einem durchschnittlichen Kursziel von 134 Dollar und einem historisch niedrigen PEG-Verhältnis von 1,1 rechnen Experten mittelfristig mit einer klaren Neubewertung des Streaming-Marktführers.

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