Nestlé schraubt intern an einem zentralen Hebel: der Vergütung. Ein neues, deutlich feinmaschigeres Bonussystem soll die Leistungskultur stärken und damit das Wachstum aus eigener Kraft ankurbeln. Gleichzeitig sorgt eine Meldung aus Frankreich zur Babynahrung für zusätzliche Aufmerksamkeit – und zeigt, dass der Konzern parallel an mehreren Fronten gefordert ist.
Bonussystem wird deutlich schärfer
Der Konzern überarbeitet sein Leistungsbeurteilungssystem grundlegend. Künftig gibt es sechs statt drei Leistungsstufen. Das Ziel: Bonuszahlungen stärker zu differenzieren und klarer an Leistung zu knüpfen.
Für Top-Bewertungen wird der finanzielle Anreiz spürbar größer. Mitarbeitende in der höchsten Einstufung können künftig bis zu 150% ihres Bonusziels erreichen. Auf der anderen Seite gilt: Bei unzureichender Leistung drohen deutlich geringere Prämien oder gar kein Bonus. Zusätzlich sollen variable Vergütungen enger an das Erreichen von Schlüsselindikatoren gekoppelt werden.
Frankreich: Untersuchungen bei Babynahrung
Neben den internen Reformen steht Nestlé wegen einer Meldung aus Frankreich unter Beobachtung. Am 27. Februar 2026 wurde berichtet, dass bei einem erkrankten Säugling das Toxin Cereulid nachgewiesen wurde. Das führt zu weiteren Untersuchungen.
Der Zeitpunkt ist heikel, weil es in den vergangenen Monaten international bereits Rückrufe von Säuglingsnahrung verschiedener Hersteller wegen einer möglichen Belastung mit diesem bakteriellen Giftstoff gab.
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Fokus auf vier Kernsegmente – und der Kurs bleibt stabil
Die Maßnahmen passen in die strategische Neuausrichtung: Nestlé will sich künftig auf vier Kernsegmente konzentrieren – Kaffee, Tiernahrung, Ernährung & Gesundheit sowie Lebensmittel & Snacks. Diese Bereiche stehen bereits für einen Großteil des Umsatzes. Mit dem Zuschnitt will der Konzern das reale interne Wachstum beschleunigen und die operative Effizienz erhöhen.
An der Börse zeigt sich zuletzt Rückenwind: Die Aktie schloss am Freitag bei 92,25 Euro. Auf 30 Tage steht damit ein Plus von 17,13% zu Buche. Der Kurs liegt nur rund 2,77% unter dem 52-Wochen-Hoch (94,88 Euro) – ein Signal, dass der Markt die laufende Neuausrichtung bislang eher konstruktiv einpreist.
Unterm Strich setzt Nestlé parallel auf strengere interne Steuerung und klarere strategische Schwerpunkte, während externe Themen wie die Untersuchungen in Frankreich kurzfristig für zusätzliche Unsicherheit sorgen können.
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