Der Schweizer Lebensmittelriese steckt in der Krise. Ein großangelegter Rückruf von Babynahrung wegen möglicher Bakterienkontamination erschüttert das Vertrauen in die Kernmarken. Die Finanzwelt reagiert prompt: Gleich mehrere Großbanken senken ihre Bewertungen deutlich. Bei Babynahrung geht es um das sensibelste Gut überhaupt – die Gesundheit von Säuglingen.
Die Eckdaten im Überblick:
- Rückruf betrifft Marken wie „Beba“ und „Alfamino“ in Deutschland, Österreich und weiteren europäischen Märkten
- Mögliche Kontamination mit Bacillus cereus bzw. dessen Toxin Cereulide
- Deutsche Bank senkt Kursziel von 88 auf 82 CHF (Rating: Hold)
- UBS reduziert Ziel auf 78 CHF (Rating: Neutral)
- Aktie verlor am Freitag 1,5 Prozent
Reputationsschaden trifft den Markenkern
Die Dimension des Problems liegt weniger in den direkten Rückrufkosten als im Vertrauensverlust. Sicherheit bei Babynahrung ist kein Feature unter vielen – es ist die Geschäftsgrundlage. CEO Philipp Navratil musste sich öffentlich entschuldigen, ein Schritt, der die Ernsthaftigkeit unterstreicht.
Die operative Belastung kommt hinzu: Lieferketten müssen umgestellt werden, der betroffene Zulieferer ausgetauscht. Analysten befürchten spürbare Absatzrückgänge im ersten Quartal 2026. In einem ohnehin schwierigen Marktumfeld mit Konsumschwäche in den USA und verschärftem Wettbewerb wiegt dieser Vorfall besonders schwer.
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Charttechnik zeigt Schwäche
Der Kurs nähert sich mit 94 USD gefährlich dem 52-Wochen-Tief von 75,59 USD an. Die Performance der vergangenen Monate spricht eine klare Sprache: Seit Jahresbeginn verlor die Aktie 4,6 Prozent. Die Marke von 80 CHF (umgerechnet etwa 94 USD) bleibt vorerst Widerstand. Solange diese Schwelle nicht nachhaltig überwunden wird, dürfte der Abwärtstrend anhalten.
Q4-Zahlen als nächster Stresstest
Am 19. Februar 2026 öffnet der Konzern die Bücher. Marktbeobachter werden zwei Dinge besonders genau prüfen: Wie stark belasten die Rückrufkosten bereits das vierte Quartal? Und wie entwickelt sich das organische Wachstum, das zuletzt ohnehin schwächelte?
Die Erwartung liegt bei einem Gewinn je Aktie von etwa 4,30 CHF für das Gesamtjahr 2025. Eine Verfehlung dieser Prognose oder ein vorsichtiger Ausblick auf 2026 könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Der durchschnittliche Analystenkonsens liegt zwar noch leicht über dem aktuellen Kursniveau, doch der Trend der jüngsten Revisionen zeigt klar nach unten.
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