Stellenabbau, Portfolioverkäufe, ein übertroffenes Sparziel — Nestlé befindet sich mitten in der größten strategischen Neuausrichtung seit Jahren. Während der Konzern sein Profil bewusst verschlankt, liefert das Sparprogramm bereits konkrete Ergebnisse.
Sparen mit Ergebnis, Schrumpfen mit System
Das Programm „Fuel for Growth“ übertraf sein Jahresziel 2025 um mehr als 350 Millionen CHF und brachte insgesamt 1,1 Milliarden CHF ein. Das Gesamtziel wurde daraufhin auf 3 Milliarden CHF bis Ende 2027 angehoben. Parallel dazu läuft der globale Stellenabbau an: 12.000 White-Collar-Jobs und weitere 4.000 Stellen sollen innerhalb von zwei Jahren gestrichen werden. In Südafrika haben bereits mehr als 400 Mitarbeitende entsprechende Mitteilungen erhalten.
Gleichzeitig trennt sich der Konzern von Randbereichen. Das verbleibende Eiscremegeschäft — darunter Marken wie D’Onofrio und Lafrutta — geht an das Joint Venture Froneri. Für die Wassersparte laufen formale Gespräche über eine mögliche Ausgliederung ab 2027. Was bleibt, ist ein schärfer konturiertes Kerngeschäft: Kaffee, Petcare und Nutrition machen zusammen rund 70 Prozent des Umsatzes aus.
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Belastungen bleiben, Ausblick konstruktiv
Das Geschäftsjahr 2025 lief nicht ohne Gegenwind. Ein Rückruf bei Säuglingsnahrung verursachte Kosten von 185 Millionen CHF — für das erste Quartal 2026 rechnet das Management mit weiteren Belastungen von rund 200 Millionen CHF. Der Nettogewinn sank auf 9,0 Milliarden CHF, die operative Marge gab um 110 Basispunkte nach.
Moody’s bestätigte Anfang März dennoch das langfristige Rating mit Aa3 bei stabilem Ausblick — ein Signal, das die finanzielle Stabilität des Konzerns trotz des laufenden Umbaus unterstreicht. Für 2026 peilt das Management ein organisches Wachstum von 3 bis 4 Prozent an; der Analystenkonsens erwartet einen Umsatz von 92,6 Milliarden CHF.
Die Aktie notiert mit einem Plus von rund 5 Prozent seit Jahresanfang knapp 6 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 94,88 Euro. Der Kurs liegt komfortabel über allen wichtigen gleitenden Durchschnitten — die Transformation schlägt sich bislang nicht negativ in der Kursentwicklung nieder. Am 22. April folgt die nächste Dividendenzahlung von 3,10 CHF je Aktie; der Ex-Dividenden-Tag ist der 20. April.
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