Starker Franken, sinkender Umsatz – und trotzdem reagiert die Börse euphorisch. Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern hat im ersten Quartal 2026 ein wichtiges Signal gesendet. Nach Jahren der Flaute verkaufen die Schweizer wieder mehr Produkte, statt das Wachstum nur über Preiserhöhungen zu stützen.
Das intern gemessene Realwachstum, welches rein die abgesetzte Menge abbildet, kletterte auf 1,2 Prozent. Rechnet man Preiserhöhungen dazu, übertraf das organische Wachstum mit einem Plus von 3,5 Prozent die Schätzungen der Analysten deutlich.
Die Freude über das operative Geschäft wird auf dem Papier durch massive Wechselkurseffekte getrübt. Der starke Schweizer Franken drückte den berichteten Umsatz um fast sechs Prozent nach unten. Am Ende stehen rund 21,3 Milliarden Franken in den Büchern, was die Konsensschätzungen des Marktes dennoch übertrifft.
Aktie reagiert mit Kurssprung
Investoren honorierten die operative Trendwende umgehend. Im Handel an der SIX legte das Papier um sechs Prozent auf gut 80 Schweizer Franken zu. Mit diesem Anstieg durchbrach der Titel die viel beachtete 100-Tage-Linie nach oben.
Analysten der Bank Vontobel sehen in den Zahlen erste Anzeichen für eine nachhaltige Wiederbelebung des Kerngeschäfts. Der Konzern treibe parallel dazu die Straffung seines Portfolios konsequent voran.
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Umbau des Markenportfolios
Das Management nutzt den operativen Rückenwind für strategische Einschnitte. Für das Geschäft mit Premium-Wasser sucht Nestlé aktuell nach potenziellen Partnern. Indes steht die Sparte für Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel komplett auf dem Prüfstand.
Marken wie Nature’s Bounty, Osteo Bi-Flex oder Puritan’s Pride könnten im Zuge dieser Evaluierung verkauft werden. Auch das US-Geschäft mit Eigenmarken in diesem Segment steht zur Disposition.
Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Das organische Wachstum soll in einer Spanne von drei bis vier Prozent landen. Während geopolitische Risiken und schwankende Rohstoffkosten das Umfeld weiterhin belasten, plant das Management ab der zweiten Jahreshälfte mit einer verbesserten operativen Marge. Der freie Cashflow wird bei über neun Milliarden Franken erwartet.
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